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Kellerwohnungen für Hartz IV Bezieher

Neue Fälle von Mietbetrug in Hamburg: Hartz IV Bezieher leben in Kellerwohnungen zu teuren Mieten.

Hamburg. Der bereits unter Betrugsverdacht stehende Vermieter Thorsten Kuhlmann soll Kellerräume in Hamburg illegal Hartz-IV-Bezieher vermietet haben. Die Wohnungen die von der Hamburger Arge bezahlt werden, hatten entweder keine Fenster oder Gitter. Ein Sprecher des Bezirks, Lars Schmidt, sagte, diese Kellerräume dürften nicht bewohnt werden. Dennoch zahlte die örtliche Arge die Miete. Die Obdachlosenzeitung "Hinz & Kunzt" hatte den Skandal aufgedeckt, der mittlerweile auch vom Bezirk bestätigt wird.

Die Hamburger Senatsverwaltung sei selbst erst durch den Bericht der Obdachlosenzeitung auf den Umstand aufmerksam gemacht worden. Und das obwohl gegen den Vermieter Kuhlmann die Staatsanwaltschaft in 107 Fällen bereits ermittelt. Die Arge, die in Hamburg "team.arbeit.hamburg" heißt, verlangt von dem Vermieter mittlerweile rund 100.000 Euro an zu viel gezahlten Mietgeldern zurück. Der Hamburger Mieterverein empört sich über so viel Untätigkeit seitens der Hamburger Behörden. So sagte der der Vorsitzende des Mietervereins, Eckhard Pahlke, es sei unverständlich, warum man dem "Abzocker" Kuhlmann immer noch Steuergelder hinterher werfe. Das sei grob fahrlässig. Aber anscheinend stört es niemand in den Hamburger Behörden, wenn Menschen, die auf Hartz IV Leistungen angewiesen sind, in Kellern mit Gittern oder ohne Fenster hausen müssen. Erst wenn solche Meldungen in die Öffentlichkeit gelangen, sieht man sich gemüßigt, einzugreifen. (sb, 08.09.2010)

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