Wohngeld Auszahlung – Alle Auszahlungstermine 2026

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Wohngeld wird grundsätzlich monatlich im Voraus gezahlt. Das heißt: Die Zahlung ist für den jeweiligen Anspruchsmonat bestimmt, soll aber so früh eingehen, dass Miete oder Belastung zum Monatsanfang gedeckt werden können. In vielen Kommunen läuft die Überweisung deshalb am letzten Bankarbeitstag des Vormonats an.

Fällt dieser Tag auf Wochenende oder Feiertag, wird in der Praxis häufig auf den vorherigen Bankarbeitstag vorgezogen.

Wichtig ist zugleich: Die konkrete Buchung kann je nach Wohngeldstelle, Kassenverfahren und Banklaufzeiten leicht variieren. Maßgeblich bleibt aber die Logik „im Voraus“.

Alle Auszahlungstermine 2026

Die folgende Übersicht zeigt die üblichen Überweisungstage nach dem verbreiteten Standard „letzter Bankarbeitstag des Vormonats“ – also die Termine, an denen viele Wohngeldstellen die Zahlung für den jeweiligen Anspruchsmonat veranlassen.

Anspruchsmonat 2026 Typischer Überweisungstag
Januar 2026 30.12.2025 (Di)
Februar 2026 30.01.2026 (Fr)
März 2026 27.02.2026 (Fr)
April 2026 31.03.2026 (Di)
Mai 2026 30.04.2026 (Do)
Juni 2026 29.05.2026 (Fr)
Juli 2026 30.06.2026 (Di)
August 2026 31.07.2026 (Fr)
September 2026 31.08.2026 (Mo)
Oktober 2026 30.09.2026 (Mi)
November 2026 30.10.2026 (Fr)
Dezember 2026 30.11.2026 (Mo)

Ein „Überweisungstag“ ist nicht automatisch der Moment, in dem das Geld sichtbar auf dem Konto ist. Je nach Bank kann die Gutschrift erst am nächsten Bankarbeitstag auftauchen. Wer am Monatswechsel knapp kalkuliert, sollte das als Puffer einplanen.

Wie Wohngeld ausgezahlt wird: Konto der berechtigten Person ist der Regelfall

Regelmäßig wird Wohngeld auf das Konto der wohngeldberechtigten Person überwiesen. Eine Zahlung direkt an die Vermieterin oder den Vermieter ist grundsätzlich möglich, wenn die berechtigte Person das ausdrücklich möchte.

In wenigen, eng begrenzten Konstellationen kann eine Direktzahlung auch ohne Einwilligung in Betracht kommen, etwa um eine Zweckverfehlung der Leistung zu verhindern und Wohnraum zu sichern.

Für die Praxis heißt das: Wer Mietrückstände vermeiden will oder bereits in Rückstand geraten ist, kann mit der Wohngeldstelle prüfen, ob eine Direktzahlung die stabilere Lösung ist.

Gleichzeitig sollte man wissen, dass sich dadurch am Grundprinzip der Vorauszahlung nichts ändert – nur der Empfänger der Überweisung wechselt.

Erstauszahlung 2026: Warum der Antragstag den Startpunkt setzt

Für die erste Zahlung ist weniger der „Auszahlungskalender“ entscheidend als die Frage, ab wann der Anspruch überhaupt beginnt. In der Regel startet Wohngeld ab dem Monat der Antragstellung (mit Beginn zum Monatsersten), sofern die Voraussetzungen vorliegen.

Wenn die Wohngeldstelle länger braucht, entsteht für viele Betroffene der Eindruck, Wohngeld werde „nachträglich“ gezahlt. Tatsächlich wird bei Bewilligung häufig für die vergangenen Monate nachgezahlt, weil der Anspruch bereits ab Antragmonat bestand.

Das ist rechtlich und praktisch wichtig: Wer den Antrag erst am Monatsende stellt, sichert sich zwar meist noch den Monat als Anspruchsbeginn – die Zahlung kann aber wegen Bearbeitungszeit dennoch später kommen. Das Problem ist dann nicht der Terminplan, sondern die Verfahrensdauer.

Wenn das Wohngeld nicht kommt: Typische Ursachen und die richtige Reihenfolge der Schritte

Wenn die Zahlung am erwartbaren Termin ausbleibt, liegt es häufig nicht an „falschen Auszahlungstagen“, sondern an klassischen Bruchstellen im Verwaltungsablauf. Besonders häufig sind unklare oder geänderte Bankverbindungen, offene Unterlagenanforderungen oder interne Bearbeitungsstaus.

Praktisch bewährt hat sich eine klare Reihenfolge: Zuerst wird geprüft, ob der Bescheid den laufenden Monat tatsächlich umfasst und ob die im Bescheid hinterlegte IBAN korrekt ist.

Danach folgt die Nachfrage, ob die Auszahlung bereits angewiesen wurde und mit welchem Valutadatum. Erst wenn diese Punkte geklärt sind, lohnt sich die nächste Stufe – nämlich die Frage, ob wegen Verzögerung ein Vorschuss in Betracht kommt.

Vorschuss bei Verzögerung: Ein oft unterschätzter Hebel bei Existenzdruck

Wenn der Anspruch dem Grunde nach besteht, die genaue Höhe aber noch nicht feststeht oder die Bearbeitung absehbar länger dauert, kann ein Vorschuss rechtlich möglich sein. In der Praxis wird das vor allem dann relevant, wenn Mietzahlungen akut gefährdet sind oder bereits Mahnungen laufen.

Für einen Grundsatzartikel ist hier entscheidend: Der Vorschuss ist kein „Bonus“, sondern ein Instrument, um existenzielle Lücken zu vermeiden, wenn die Verwaltung nicht rechtzeitig entscheidet.

Wer ihn beantragt, sollte die Dringlichkeit konkret belegen – etwa mit Mietfälligkeit, Rückstandsstand, Mahnschreiben oder Kündigungsandrohung – und klar machen, dass die Voraussetzungen des Wohngeldanspruchs dem Grunde nach vorliegen.

Info-Grafik: Wohngeld-Auszahlung 2026

Wohngeld-Auszahlung 2026

Weiterbewilligung 2026: Wie man Zahlungslücken am Jahreslauf vermeidet

Viele Lücken entstehen nicht bei der Erstauszahlung, sondern am Übergang zwischen Bewilligungszeiträumen. Wohngeld wird typischerweise für einen festen Zeitraum bewilligt; endet dieser, muss rechtzeitig ein Weiterleistungsantrag gestellt werden.

Als praxisnaher Richtwert gilt: spätestens etwa zwei Monate vor Ende des laufenden Bewilligungszeitraums handeln, damit keine Unterbrechung entsteht und die Vorauszahlungen nahtlos weiterlaufen.

Was Leserinnen und Leser wirklich wissen müssen

Der Auszahlungskalender hilft bei der Orientierung, ersetzt aber nicht den Blick auf den eigenen Bescheid. Denn ob die Zahlung für den jeweiligen Monat tatsächlich angewiesen wird, hängt am Ende an drei Punkten: laufender Bewilligungszeitraum, korrekte Zahlungsdaten und eine abgeschlossene Bearbeitung ohne offene Mitwirkung.

Quellenübersicht

  • Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB),
  • Informationsseiten/FAQ zum Wohngeld und zur Auszahlung;
  • Wohngeldgesetz (WoGG), insbesondere Regelungen zum Bewilligungsbeginn sowie zur Zahlung und Zahlungsweise;
  • Sozialgesetzbuch I (SGB I), Vorschussregelung;
  • veröffentlichte Übersichten zu typischen Wohngeld-Auszahlungsterminen nach Bankarbeitstags-Logik.