Erwerbsminderungsrente Auszahlung: Auszahlungstermine 2026 im Überblick

Veröffentlicht am
Lesedauer 3 Minuten

Wer eine Erwerbsminderungsrente bezieht, muss sich beim Zahltag nicht auf Vermutungen verlassen: Die gesetzliche Rente wird grundsätzlich am letzten Bankarbeitstag überwiesen.

Genau dieser Mechanismus legt auch für 2026 die Auszahlungstermine fest – inklusive der Monate, in denen das Monatsende auf ein Wochenende fällt und die Zahlung deshalb vorgezogen wird.

Welche Auszahlung betrifft Sie?

Die Rentenzahlung läuft in zwei Auszahlmodi. In der Praxis betrifft Sie fast immer die nachschüssige Zahlung (Auszahlung am Monatsende für den laufenden Monat). Die vorschüssige Zahlung ist eine Übergangsregel für sehr alte Bestandsrenten.

Bei einem Rentenbeginn ab April 2004 wird die Rente in der Regel nachschüssig gezahlt. Das bedeutet: Die Zahlung am 27. Februar 2026 ist die Rente für Februar 2026.

Bei einem Rentenbeginn vor April 2004 greift eine Übergangsregel, die die Rente vorschüssig auszahlt. Dann wäre die Zahlung am 27. Februar 2026 die Rente für März 2026.

Auszahlungstermine 2026: Vorschüssig

Diese Tabelle gilt in der Regel für Renten, deren laufender Bezug vor April 2004 begonnen hat und die weiterhin vorschüssig ausgezahlt werden.

Monat 2026 Auszahlung (vorschüssig)
Januar 30.12.2025 (Di)
Februar 30.01.2026 (Fr)
März 27.02.2026 (Fr)
April 31.03.2026 (Di)
Mai 30.04.2026 (Do)
Juni 29.05.2026 (Fr)
Juli 30.06.2026 (Di)
August 31.07.2026 (Fr)
September 31.08.2026 (Mo)
Oktober 30.09.2026 (Mi)
November 30.10.2026 (Fr)
Dezember 30.11.2026 (Mo)

Auszahlungstermine 2026: Nachschüssig

Diese Tabelle ist für die große Mehrheit der heutigen Erwerbsminderungsrenten entscheidend. Sie gilt typischerweise bei Rentenbeginn ab April 2004. Die Zahlung am Monatsende ist dann die Rente für den laufenden Monat.

Monat 2026 Auszahlung (nachschüssig)
Januar 30.01.2026 (Fr)
Februar 27.02.2026 (Fr)
März 31.03.2026 (Di)
April 30.04.2026 (Do)
Mai 29.05.2026 (Fr)
Juni 30.06.2026 (Di)
Juli 31.07.2026 (Fr)
August 31.08.2026 (Mo)
September 30.09.2026 (Mi)
Oktober 30.10.2026 (Fr)
November 30.11.2026 (Mo)
Dezember 30.12.2026 (Mi)

Warum kommt die Erwerbsminderungsrente am Monatsende?

Die gesetzliche Rentenzahlung ist so angelegt, dass laufende Geldleistungen am Ende des Monats fällig werden und dann am letzten Bankarbeitstag ausgezahlt werden. Für Betroffene ist das vor allem beim Rentenstart wichtig:

Wer erstmals nachschüssig ausgezahlt wird, erhält die erste Zahlung nicht „zum Monatsanfang“, sondern erst am Monatsende des ersten Rentenmonats. Genau daraus entstehen häufig Engpässe, wenn Krankengeld oder Arbeitslosengeld vorher endet und die EM-Rente erst später zufließt.

Was „letzter Bankarbeitstag“ konkret bedeutet

Der „letzte Bankarbeitstag“ ist nicht automatisch der letzte Kalendertag. Fällt das Monatsende auf Samstag oder Sonntag, wird die Zahlung vorher ausgeführt – also am letzten Bankarbeitstag davor. Deshalb liegt die nachschüssige Januar-Zahlung 2026 nicht am 31. Januar (Samstag), sondern am 30. Januar 2026 (Freitag).

Im Dezember zeigt sich zudem, dass der Auszahlungskalender in der Praxis regelmäßig nicht bis zum 31.12. „durchläuft“: Für 2026 liegt der nachschüssige Dezember-Termin am 30. Dezember 2026.

Wenn am Zahltag kein Geld da ist: die häufigsten Ursachen

Wenn am erwarteten Auszahlungstag nichts eingeht, steckt oft kein „Stopp“ der Rente dahinter, sondern ein nachvollziehbarer Grund. Häufig wird schlicht die falsche Tabelle genutzt, weil vorschüssig und nachschüssig verwechselt werden. Ebenso typisch sind Verzögerungen durch Kontodaten, etwa nach einem Kontowechsel, wenn die neue Bankverbindung noch nicht sauber hinterlegt ist.

Ein dritter Klassiker ist die Postzustellung: Wenn wichtige Schreiben nicht zustellbar sind und die neue Adresse nicht ermittelt werden kann, kann die Auszahlung vorsorglich unterbrochen werden, bis die Anschrift geklärt ist.

2026 besonders wichtig: Ohne Konto droht eine Unterbrechung

Seit Ende 2025 ist die letzte verbliebene Barauszahlungs-Variante über die „Zahlungsanweisung zur Verrechnung“ entfallen. In der Konsequenz ist für Rentenzahlungen faktisch eine Kontoverbindung nötig.

Wer (noch) kein Konto hat, muss eine Lösung finden, weil sonst Auszahlungen ausgesetzt werden können, bis eine Bankverbindung vorliegt. Der Rentenanspruch geht dadurch nicht verloren – die Auszahlung wird aber praktisch blockiert, solange keine Überweisung möglich ist.

Umzug nicht vergessen: Adresse melden, damit die Rente weiterläuft

Bei einem Umzug gilt eine klare Praxisregel: Für die Auszahlung müssen aktuelle Anschrift und Bankverbindung hinterlegt sein. Wird Post als unzustellbar zurückgeschickt und lässt sich die neue Adresse nicht ermitteln, kann die Zahlung vorsorglich gestoppt werden, um Überzahlungen zu vermeiden. Sobald die neue Adresse vorliegt, wird die Auszahlung wieder aufgenommen.

Infografik: Alle Auszahlungstermine 2026 der EM-Rente

Auszahlung Erwerbsminderungsrente 2026

EM-Zuschlag: 2026 nur noch eine Buchung statt zwei

Viele EM-Rentnerinnen und EM-Rentner haben sich an eine getrennte Zahlung gewöhnt, weil der Zuschlag zeitweise gesondert überwiesen wurde. Seit der Dezember-Rente 2025 ist dieser Zuschlag in die Rentenzahlung integriert.

2026 ist deshalb auf dem Kontoauszug oft nur noch eine monatliche Rentenbuchung zu sehen. Das ist kein Hinweis auf eine Kürzung, sondern die Umstellung des Auszahlungsverfahrens.

Quellenhinweise 

  • Sozialgesetzbuch VI: Regelungen zur Fälligkeit und Auszahlung laufender Geldleistungen sowie Übergangsregelungen zur vorschüssigen Auszahlung älterer Bestandsrenten.
  • Informationen der Deutschen Rentenversicherung und des Renten Service zur Rentenzahlung, zum Wegfall der Barauszahlung per Zahlungsanweisung zur Verrechnung ab Ende 2025 sowie zu Folgen von nicht zustellbarer Post/Adressänderungen.
  • Auszahlungskalender 2026 (vorschüssig/nachschüssig) aus öffentlich zugänglichen Bank- und Medienübersichten, die die Bankarbeitstagslogik abbilden.