FDP-Politiker will Hartz IV Bezieher vertreiben?

Berliner FDP: Hartz IV-Bezieher sollen an den Stadtrand ziehen

02.08.2014

In der Berliner City wird der Wohnraum immer knapper. FDP-Politiker Lars Lindemann fordert deshalb Hartz IV-Bezieher dazu auf, die beliebten Innenstadtlagen den finanziell besser Gestellten zu überlassen. „Jemand, der von Sozialhilfe lebt, kann nicht denselben Anspruch haben, wie jemand, der sein Geld selbst verdient“, sagte er im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung. Und das war nicht die einzige Unverschämtheit, die dem 43-Jährigen während des Interviews über die Lippen kam.

FDP-Politiker will beliebte Wohnlagen für die Wohlhabenden reservieren
Dass die FDP eine Partei für „Besserverdiener“ ist, dürfte hinreichend bekannt sein. Jüngst sprach sich der Berliner FDP-Politiker Lars Lindemann ganz offen für eine Zwei-Klassen-Gesellschaft aus. Da bis zum Jahr 2025 jährlich rund 10.000 neue Wohnungen in Berlin benötigt werden, sollen Sozialhilfe- und Hartz IV-Bezieher Platz für diejenigen machen, die ihr Geld selbst verdienten, erklärte er gegenüber der Zeitung. „Das Prinzip ‚In Mitte geboren – in Mitte gestorben‘ darf es nicht geben.“

Nachdem die Pläne der Randbebauung am Tempelhofer Feld des Berliner Senats gescheitert sind, sollen nun Baulücken innerhalb des S-Bahn-Rings in den Trendbezirken der City geschlossen werden. Dort könnten aber kaum Hartz IV-Bezieher neben Botschaftern untergebracht werden. „Jemand, der von Sozialhilfe lebt, kann nicht denselben Anspruch haben, wie jemand, der sein Geld selbst verdient!“ Immobilien-Investoren wollten ihr Geld wieder zurück, was aber mit Hartz IV-Sätzen nicht machbar sei, so Lindemann. Nach dieser Logik müssen deshalb hohe Mieten und Kaufpreise für diese Wohnlage gefordert werden, so dass diese für Hartz IV-Bezieher ohnehin nicht in Frage kämen. Geringverdiener könne man auf Bezirke aufmerksam machen, in denen eine andere Kostenstruktur bestehe als in Mitte, so der FDP-Politiker. „Das ist doch keine Zumutung!“

Ganz anderer Meinung ist der Grünen-Abgeordnete Andreas Otto: „Wer so etwas fordert, schadet Berlin!“ Ghettos seien die Folge, wenn sozial Schwache an den Stadtrand abgeschoben würden. „Wo sich arme Menschen ballen, ballen sich bald auch Probleme.“(ag)



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