Rentenerhöhung muss Preissteigerungen ausgleichen

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Rentenerhöhung muss Preissteigerungen ausgleichen

"Die vorgesehene Erhöhung der Renten um 1,1 Prozent ist zu wenig. Notwendig ist ein deutliches Plus, um wenigstens die Preissteigerungsrate auszugleichen." Das erklärte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, zu den Meldungen über die geplante Rentenerhöhung in diesem Jahr.

"Es kann nicht so weitergehen, dass die Rentner immer nur zur Kasse gebeten werden", betonte der Verbandspräsident mit Hinweis auf Fakten wie Mehrwertsteuererhöhung, Preiserhöhungen für Lebensmittel, Energie, Wohnen und andere. "Sie erhalten keine Entlastungen – im Unterschied zu den Beschäftigten, deren Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abgesenkt wurden. Damit sind die Rentner die einzige Gruppe in der Bevölkerung, die komplett vom wirtschaftlichen Aufschwung abgehängt wird." Die Forderung nach einer lohnorientierten Rentenanpassung mit Inflationsschutz sei daher vernünftig und verdiene Unterstützung.

Winkler sagte, es sei nicht zu akzeptieren, dass die Rentner nach drei "Nullrunden" (2004-2006) und einer Mini-Rentenerhöhung 2007 um 0,54 Prozent im Jahre 2008 erneut mit einer nur geringen Rentenerhöhung weit unter der Preissteigerungsrate von 2,3 Prozent (2007) abgespeist werden sollen. "Renten können wieder stärker steigen, wenn auch Löhne und Gehälter wieder stärker anwachsen. Dabei ist zu beachten, dass die Lohnbezogenheit der Rentenanpassungen schon lange durch ‘Dämpfungsfaktoren’ (Riester-Faktor, Nachhaltigkeitsfaktor, Nachholfaktor) durchlöchert ist. Diese Dämpfungsfaktoren müssen ausgesetzt oder – besser – ganz abgeschafft werden."

Der Verbandspräsident machte darauf aufmerksam, dass die Situation im Osten dadurch verschärft wird, dass die gesetzlichen Renten nahezu die einzigen Alterseinkünfte der ostdeutschen Rentner darstellen. "Daher ist die Forderung berechtigt und zu unterstützen, dass der Rückstand beim Rentenwert Ost (12,1 Prozent) wenigstens durch steuerfinanzierte Zuschläge ausgeglichen werden sollte." Info: Der ALG II Regelsatz wird entsprechend der Rentenerhöhung ebenfalls angepasst. (14.03.2008)

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