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Die Piratenpartei hat ihren ersten Bürgermeister

Mitglieder der Piratenpartei demonstrieren für mehr Datenschutz & Demokratie. Bislang zählt die Partei nun über 500 Mitglieder. Die meisten Aktivisten sind in der IT-Branche tätigt.

Der Bürgermeister der Berlin-Nahen Stadt Strausberg trat in die Piratenpartei ein

Der Ortsbürgermeister von Hohenstein und Stadtverordneter in Strausberg, Jens Knoblich trat nach eigenen Angaben in die Piratenpartei ein. Zuvor war Knoblich in keiner Partei Mitglied. Als Begründung nannte Knoblich, der ansonsten "mit Parteien nichts am Hut hat", den Schritt damit, dass er zwar immer "unterschiedliche Parteien gewählt hatte, bislang seinen "Wählerwillen in den entsprechenden Programmen der Parteien nie umgesetzt" sah.

Die "Piratenpartei" ist eine Partei, die sich vorallem der "digitalen Freiheit" verschrieben hat. Die Piratenpartei setzt sich für einen freien Wissensaustausch ein und fordert eine Reformierung des Urheber- und Patentrechts sowie besseren Datenschutz und mehr Informationsfreiheit. Nicht nur in Deutschland existiert die Piratenpartei, sondern praktisch überall auf der Welt. Zu nennen sind dabei Staaten wie Österreich, Peru, Russland aber auch den USA sowie weitere west-europäische Staaten.

Zwischenzeitlich hatte Knoblich sogar einmal laut darüber nachgedacht, selbst eine Partei zu gründen, um so vielleicht irgendwann aktiv in der Politik mitbestimmen zu können. "Und das, ohne die eingefahrenen Parteihierarchien durchleben zu müssen." Doch als er die Piratenpartei entdeckte, war er von den Machern beeindruckt: "Hier sind wirkliche Idealisten am Werk, die für ihre Sache und nicht um ihren Posten kämpfen." Jens Knoblich will sich nun für alle einsetzen, die ansonsten "keine Lobby haben". Hartz IV Empfänger haben beispielsweise kaum eine Lobby. Ob die Piratenpartei nun ihr Handlungsumfeld erweitert wird? Wohl kaum, da die Piratenpartei in erster Linie eine Partei ist, die sich für die Wahrung der Privatsphäre innerhalb eines Häufchenweise wachsenende Überwachungsstaates einsetzt. Mit Recht, jedoch ist bei Betrachtung des Wahlprogramms eines klar: sie unterscheidet sich nur im gerechtfertigtem Anspruch von Parteien wie der "Autopartei" oder der "Biertrinker Partei". (25.01.2009)

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