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Nur 60 Prozent arbeiten in Vollzeitjobs

Arbeitsmarkt in Deutschland: Nur noch 60 Prozent der Arbeitnehmer/innen arbeiten in festen und unbefristeten Vollzeitstellen

Laut einer internationalen Studie der "Bertelsmann-Stiftung" arbeiten nur noch 60 Prozent der Bundesdeutschen in festen und unbefristeten Vollzeitjobs. "Seit 2001 ist der Rückgang traditioneller Beschäftigungsverhältnisse vergleichsweise hoch", so das Ergebnis der Studie. In traditionellen Bereichen wie der Industrie gebe es im Gegensatz zum Dienstleistungssektor noch vergleichweise viele unbefristete Arbeitsverhältnisse. In der Dienstleistungsbranche ist jedoch ein starker Rückgang von Vollzeitbeschäftigung mit unbefristeten Verträgen zu verzeichnen. Laut Studie trifft die sog. "Flexibilisierung des Arbeitsmarktes" mehr Frauen als Männer. So sei es auffällig, dass gerade einmal 43,3 Prozent (Vergl. 2001: 48,0 Prozent) der Frauen über eine unbefristete Stelle verfügen. Bei männlichen Angestellten ist der Rückgang weniger auffällig.

Trotz der Wirtschaftskrise liegt die bereinigte Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 7,8 Prozent in Deutschland. Bislang konnten Instrumente wie die Kurzarbeit ein Anschnellen der Arbeitslosenzahlen verhindern. Spannend wird es, wenn solche Instrumente weg fallen. Derzeit sind rund 2 Millionen Angestellten in Kurzarbeit. Im Jahr 2010 werde die Lage aber schwieriger werden, vermutet BA Chef Frank-Jürgen Weise. Zum Jahreswechsel 2010/2011 rechnet Weise mit einem kräftigen Anstieg der Arbeitslosenzahlen. (10.01.2010)

Hartz IV-Neuberechnung noch vor der NRW Wahl Hohe Erfolgsquote von Hartz IV Widersprüchen