Hartz IV: Journalist ist wieder krankenversichert

Ärztliche Versorgung für Journalisten in Deutschland wieder möglich
Die ärztliche Versorgung in Deutschland wurde für den Journalisten Andreas Klamm heute Abend wieder möglich. Das sei eine gute, erfreuliche und menschenwürdigere Entwicklung in Deutschland. "Es gibt doch noch ein klein wenig Hoffnung in diesem Land.", glaubt der chronische kranke und behinderte Journalist, Gesundheits- und Krankenpfleger und Rettungssanitäter nachdem ihm am 29. Dezember und für die folgende Zeit aus bisher nicht geklärten Gründen die ärztliche Versorgung auch beim Vorliegen einer akuten Verschlechterung des Gesundheitszustandes verweigert wurde.

Allerdings sei jetzt wieder der Einsatz einiger mehrerer Medikamente notwendig. Doch als Journalist, Gesundheits- und Krankenpfleger und Rettungssanitäter habe er ein gutes Verhältnis zur Pharma-Industrie, zwangsweise durch die doppelten beruflichen Beziehungen.

Bereits vor eineinhalb Wochen habe ihm die gesetzliche, große Krankenkasse in Mannheim eine neue Krankenversicherungskarte zugeschickt. Allerdings waren dringende bundesweite Recherchen für Fernseh- und Filmberichte in zahlreichen weiteren Anliegen notwendig geworden, weswegen Reisen nicht mehr aufschiebbar waren und seien.

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"Daher musste ich mich im Glauben durch Deutschland schleppen. Mit christlichen Brüdern und Schwestern habe ich es nicht versäumt einige Not-Gebete vor dem Herrn JESUS CHRISTUS zu bringen, so dass ein Überleben in Deutschland auch gänzlich ohne Ärzte und Krankenversicherung in Deutschland möglich wurde. Das ist für mich eine tragende Glaubenserfahrung. Allerdings muss ich eingestehen, dass mein Glaube wesentlich kleiner als ein Senfkorn ist.", so der Journalist und Film-Produzent.

Eine ärztliche Versorgung könne er leider nur noch bis Ende Januar offiziell in Deutschland in Anspruch nehmen. Für den Zeitpunkt danach gelte es im Gebet, Glauben und Vertrauen zu wachsen. Möglicherweise könnte es doch noch Menschen in Deutschland geben, die bereit sind zu helfen.

"An meinen Plänen, Deutschland auch aus politischen und sozial-politischen Gründen zu verlassen, halte ich nach wie vor fest. Mein Wunsch die deutsche Staatsbürgerschaft in eine andere Staatsbürgerschaft zu wechseln besteht seit mehreren Jahren und ich werde dieses Ziel nicht aus den Augen verlieren, bis ich es erreicht habe. 1950 wanderte meine Großmutter Martha Kolacz nach Australien aus. Sie kehrte für keine einzige Sekunde nach Deutschland zurück. Ein Leben ohne Deutschland ist möglich. Meine Großmutter Martha, die australische Staatsbürgerin wurde, ist mir ein grosses Vorbild.", informierte der Fernseh-Produzent.

Andreas Klamm: "Als armer, chronisch kranker und behinderter Mensch ist mir ein menschenwürdiges Leben in Deutschland schon seit Jahren kaum noch möglich, weil dies ohne jegliche Einkünfte, also Geld, nur schwer oder gar nicht zu realisieren ist. Für meine Berichterstattungen werde ich seit 1. Januar 2007 nicht bezahlt. Nach 850 erfolglosen Bewerbungen in Deutschland konnte ich in Deutschland zur Erkenntnis gelangen, dass sich Engagement in dieser Beziehung in Deutschland nicht mehr lohnt, speziell dann nicht, wenn man keinen einzigen Cent verdient oder erhält. Daraus schliesse ich die einzige richtige Schlussfolgerung, dass ich aus einem Land in dem chronisch kranke, behinderte und dennoch arbeitswillige Menschen gänzlich unerwünscht sind und in ihren Rechten entgegen einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung, entgegen der Grundrechte und entgegen der Menschenrechte beschnitten werden, nur noch der Weg bleibt, aus Deutschland auszuwandern.

Da ich nicht nachtragend bin, werde ich auf eine Klage beim Europa-Gericht verzichten. Für die Zukunft hoffe ich, dass Probleme mit einer großen deutschen, gesetzlichen Krankenkasse vermeidbar bleiben, speziell dann, wenn ich in diesem Land, wie in der Zeit von 1984 bis 2007 Steuern und alle Abgaben in die Arbeitslosen- Renten- Sozial- und Krankenversicherung zahlen muss. Eine notwendige Operation muss ich möglicherweise noch versuchen hinaus zu zögern. Wie lange mir dies noch gelingen wird, vermag ich nicht einzuschätzen. Ein Leben ohne Deutschland ist mir möglich. Meine Großmutter und viele andere Menschen lebten es vor."

Sollte es in zahlreichen anderen Geschehen zu einer Klage beim Europa-Gericht wegen der Verletzungen von Grund- und Menschenrechten in Deutschland kommen, werde er sich solidarisch erklären und eine Unterstützung unterschreiben. Es könne nicht sein, dass in Deutschland zu junge, zu alte, zu arme, chronisch kranke, behinderte, schwerbehinderte, arbeitslose und notleidende Menschen aufgrund ihrer bereits bestehenden Einschränkungen noch mehr entrechtet werden. Für diese Menschen lohne es sich zu engagieren. Das steht auch in der Bibel geschrieben, erklärte der Journalist.

Andreas Klamm: "Mir ist aus eigener Not bekannt, worüber die Menschen in Not berichten. Es ist gut sich für schwache, unterdrückte, arme und notleidende Menschen einzusetzen. Diese Menschen haben alle unsere Unterstützung in der Tat und Wahrheit verdient." (17.01.07)

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