10 Minijobs die in 2026 am besten bezahlt werden

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Wer einen Minijob sucht, sollte sich möglichst eine Tätigkeit mit hohem Stundenlohn aussuchen. Denn je höher der Stundenlohn ist, desto weniger Arbeitsstunden sind nötig, um die monatliche Verdienstgrenze auszuschöpfen. Welche Minijobs sich 2026 besonders lohnen können, zeigen wir in einer Tabelle.

Minijob bis 603 Euro

Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Minijobs eine monatliche Verdienstgrenze von 603 Euro. Sie steigt automatisch mit dem gesetzlichen Mindestlohn, der 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde angehoben wurde. Daraus ergibt sich eine Jahresverdienstgrenze von 7.236 Euro.

Bei einem Stundenlohn in Höhe des gesetzlichen Mindestlohns sind damit rechnerisch rund 43,3 Arbeitsstunden pro Monat möglich. Wer mehr pro Stunde verdient, erreicht die Grenze entsprechend schneller und muss weniger arbeiten.

Wichtig ist: Ein Minijob ist in der Regel steuer- und sozialversicherungsfrei, allerdings besteht grundsätzlich Rentenversicherungspflicht. Beschäftigte können sich davon befreien lassen. Ohne Befreiung wird ein Eigenanteil zur Rentenversicherung fällig; im gewerblichen Minijob beträgt dieser 2026 weiterhin 3,6 Prozent des Lohns.

Zwei Sonderregeln machen die Grenze flexibler. Bei unvorhersehbarer Mehrarbeit dürfen Minijobberinnen und Minijobber in höchstens zwei Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres bis zum Doppelten der monatlichen Grenze verdienen. 2026 sind das bis zu 1.206 Euro in einem solchen Monat. Außerdem werden steuerfreie Zuschläge für Nacht-, Sonn- oder Feiertagsarbeit unter bestimmten Voraussetzungen nicht auf die Minijob-Grenze angerechnet.

Warum hohe Stundenlöhne wichtig sind

Der Unterschied zwischen einem sozialversicherungspflichtigen Vollzeitlohn und einem Minijob wird häufig unterschätzt.

Wer in Vollzeit 22 Euro brutto pro Stunde erhält, bekommt nach Steuern und Sozialabgaben deutlich weniger netto ausgezahlt. Bei einem Minijob dagegen kommt der Lohn meist nahezu vollständig auf dem Konto an – abgesehen vom möglichen Eigenanteil zur Rentenversicherung, falls keine Befreiung beantragt wurde.

Für Studierende, Rentnerinnen und Rentner, Eltern in Elternzeit oder Menschen, die sich nebenbei etwas dazuverdienen möchten, können gut bezahlte Minijobs deshalb attraktiv sein. Entscheidend ist aber, eine Tätigkeit zu finden, die deutlich über dem Mindestlohn vergütet wird.

Tabelle: Welche Minijobs sind 2026 die besten?

In dieser Tabelle seht ihr, welche Minijobs 2026 besonders hohe Stundensätze ermöglichen können. Die Werte sind typische Orientierungsbereiche und können je nach Region, Qualifikation, Arbeitgeber und Einsatzzeit abweichen.

Minijob Typischer Stundenlohn 2026
Social-Media-Assistent 16 – 35 Euro
Nachhilfelehrer / Prüfungsaufsicht 16 – 35 Euro
Übersetzer 20 – 35 Euro
Promoter / Host für Events und Messen 15 – 30 Euro
Schwimmlehrer für Kinder 17 – 30 Euro
Bürohelfer 14 – 22 Euro
Testperson / Mystery Shopper 14 – 22 Euro
Fahrzeugpfleger / Überführer 14 – 20 Euro
Assistenz und Alltagsbegleitung 14 – 22 Euro
Interviewer / Fahrgast- und Passantenzähler 14 – 20 Euro

Daten sammeln für Wirtschaft und Wissenschaft

Als Interviewerin, Interviewer oder Fahrgastzähler erhebt man telefonisch, online oder direkt in Bus und Bahn Kunden-, Markt- oder Verkehrsdaten. Meinungsforschungsinstitute, Verkehrsverbünde und Dienstleister zahlen dafür häufig Stundenlöhne oberhalb des Mindestlohns. 2026 sind je nach Auftrag etwa 14 bis 20 Euro pro Stunde realistisch.

Die Einsätze lassen sich oft flexibel planen. Besonders gefragt sind Zeiten mit hohem Fahrgastaufkommen, Wochenenden oder größere Erhebungszeiträume, in denen viele Daten in kurzer Zeit gesammelt werden müssen.

Unterstützung im Alltag: Assistenz für Menschen mit Schwerbehinderung

Alltagsbegleiterinnen und Alltagsbegleiter unterstützen Seniorinnen, Senioren oder Menschen mit Behinderung bei Arztterminen, Einkäufen, Freizeitaktivitäten oder Spaziergängen. Der Stundenlohn liegt häufig zwischen 14 und 22 Euro. Bei Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdiensten kann die Vergütung höher ausfallen.

Neben dem Verdienst gilt der zwischenmenschliche Kontakt als wichtiger Motivator. Wer zuverlässig ist, gut kommunizieren kann und Geduld mitbringt, findet in diesem Bereich oft langfristige Nebentätigkeiten.

Fahrzeuge bewegen statt Schreibtischroutine

Wer Mietwagen zwischen Stationen überführt, Fahrzeuge betankt, reinigt oder für die nächste Vermietung vorbereitet, verdient je nach Region und Anbieter meist zwischen 14 und 20 Euro pro Stunde. Ein Führerschein und Zuverlässigkeit reichen oft als Einstiegsvoraussetzung aus.

Bei speziellen Fahrzeugen, längeren Überführungen oder kurzfristigen Einsätzen können die Honorare höher liegen. Besonders attraktiv ist der Job für Menschen, die gern unterwegs sind und keine klassische Bürotätigkeit suchen.

Produkte testen und Kaufprozesse prüfen

Professionelle Testpersonen bewerten neue Geräte, Lebensmittel, Apps, Webseiten oder Serviceabläufe. Als Mystery Shopper prüfen sie zum Beispiel Beratung, Sauberkeit, Wartezeiten oder den Ablauf eines Kaufprozesses. Seriöse Anbieter zahlen häufig zwischen 14 und 22 Euro pro Stunde oder arbeiten mit festen Pauschalen pro Einsatz.

Die Jobs sind beliebt, weil sie abwechslungsreich sind. Wichtig ist aber, auf seriöse Agenturen zu achten: Vorkasse, teure Registrierungspakete oder unrealistische Verdienstversprechen sind Warnsignale.

Bürohilfen

Akten sortieren, Datenbanken pflegen, Termine vorbereiten, Post versenden oder einfache Recherchen übernehmen: Bürohilfen entlasten Betriebe vor allem in Spitzenzeiten. 2026 sind 14 bis 22 Euro pro Stunde realistisch, wenn gute Computerkenntnisse vorhanden sind und Aufgaben zuverlässig erledigt werden.

Wer zusätzlich mit Excel, Buchhaltungssoftware, CRM-Systemen oder digitalen Ablageprozessen umgehen kann, hat bessere Chancen auf höhere Stundenlöhne.

Schwimmen lehren und Sicherheit schaffen

Die Nachfrage nach außerschulischen Schwimmkursen bleibt hoch. Viele Kinder haben weiterhin Nachholbedarf beim Schwimmenlernen. Wer ein Rettungsschwimmerabzeichen besitzt, pädagogisches Geschick mitbringt und sicher mit Kindern umgehen kann, kann 2026 etwa 17 bis 30 Euro pro Stunde verdienen.

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Kurse finden häufig nachmittags, abends oder am Wochenende statt. Für Minijobberinnen und Minijobber kann das attraktiv sein, weil sich die Einsätze gut mit Studium, Hauptjob oder Familie verbinden lassen.

Veranstaltungen zum Erfolg führen

Promoterinnen, Promoter und Hosts betreuen Messestände, verteilen Produktproben, koordinieren Gäste oder unterstützen Firmenveranstaltungen. Je nach Erfahrung, Uhrzeit, Region und Eventgröße bewegen sich die Honorare häufig zwischen 15 und 30 Euro pro Stunde.

Wer Fremdsprachen spricht, souverän auftritt oder Erfahrung im Verkauf hat, kann bessere Konditionen erzielen. Bei provisionsorientierten Einsätzen, etwa im Direktverkauf, kann die Vergütung zusätzlich steigen.

Übersetzungen auf Abruf

Ob Blogtexte, Bedienungsanleitungen, Produktbeschreibungen oder Social-Media-Posts: Wer mehrere Sprachen sicher beherrscht, kann Übersetzungen als Nebenjob anbieten. 2026 sind 20 bis 35 Euro pro Stunde möglich, abhängig von Sprache, Fachgebiet und Qualitätsanspruch.

Besonders gefragt sind technische, juristische, medizinische oder wirtschaftliche Texte. Vereidigte Übersetzerinnen und Übersetzer erzielen für Urkunden und amtliche Dokumente oft deutlich höhere Honorare, benötigen dafür aber entsprechende Qualifikationen.

Wissen teilen: Nachhilfe und Prüfungsaufsicht

Nachhilfelehrkräfte sind in Schulen, Lerninstituten, Volkshochschulen und privaten Haushalten gefragt. Themen reichen von Mathematik über Englisch und Deutsch bis zu Naturwissenschaften, Musik oder Prüfungsvorbereitung. Je nach Fach, Niveau und Region werden 2026 häufig 16 bis 35 Euro pro Stunde gezahlt.

Auch Prüfungsaufsichten bei Sprachtests, Berufstests oder Hochschulprüfungen können als Minijob interessant sein. Die Tätigkeit ist oft planbar, erfordert aber Zuverlässigkeit, Konzentration und einen sorgfältigen Umgang mit Prüfungsregeln.

Digitale Präsenz pflegen: Social-Media-Assistenz

Kleine Unternehmen, Vereine und Selbstständige lagern die Betreuung ihrer Social-Media-Kanäle gern aus. Wer Beiträge plant, Texte formuliert, einfache Grafiken vorbereitet, Kommentare beantwortet und Kennzahlen auswertet, kann 2026 bei rund 16 Euro pro Stunde starten.

Mit wachsender Erfahrung und strategischer Verantwortung sind 25 bis 35 Euro pro Stunde oder mehr möglich. Besonders wertvoll sind Kenntnisse in Content-Planung, Kurzvideo-Formaten, Community-Management und Performance-Auswertung.

Mehr Netto herausholen – gesetzeskonform

Steuerfreie Zuschläge sind nicht alles. Wer einen Monat lang vertreten muss, weil eine Kollegin oder ein Kollege unerwartet erkrankt ist, kann dank der Regel für unvorhersehbares Überschreiten in Ausnahmefällen bis zu 1.206 Euro verdienen, ohne den Minijob-Status automatisch zu verlieren.

Kombiniert man die reguläre Jahresverdienstgrenze von 7.236 Euro mit zwei zulässigen Überschreitungsmonaten bis zum Doppelten der Monatsgrenze, können im Einzelfall bis zu 8.442 Euro im Zeitjahr möglich sein. Voraussetzung ist aber, dass das Überschreiten tatsächlich gelegentlich und unvorhersehbar ist. Geplante Mehrarbeit oder dauerhaft höhere Verdienste führen dagegen schnell aus dem Minijob heraus.

Anrechnung auf das Bürgergeld

Wer Bürgergeld bezieht, darf einen Teil seines Minijob-Verdienstes behalten, ohne dass das Jobcenter die Leistung kürzt. Grundsätzlich bleiben die ersten 100 Euro pro Monat vollständig anrechnungsfrei.

Vom darüber liegenden Bruttoeinkommen bleiben weitere Freibeträge erhalten: Für den Abschnitt von 100 bis 520 Euro sind es 20 Prozent, für den Abschnitt von 520 bis 1.000 Euro 30 Prozent. Danach gelten weitere Grenzen, insbesondere bis 1.200 Euro beziehungsweise bis 1.500 Euro bei Haushalten mit Kindern.

Bei einem Minijob-Einkommen von 603 Euro ergibt sich 2026 folgender Freibetrag: 100 Euro Grundfreibetrag, 84 Euro aus dem Abschnitt zwischen 100 und 520 Euro sowie 24,90 Euro aus dem Abschnitt zwischen 520 und 603 Euro. Insgesamt bleiben damit 208,90 Euro anrechnungsfrei. Der Restbetrag von 394,10 Euro mindert das Bürgergeld.

Wichtig: Jede Aufnahme oder Änderung einer Nebentätigkeit muss dem Jobcenter gemeldet werden. Wer Einkommen verschweigt oder Änderungen zu spät mitteilt, riskiert Rückforderungen.

Auswirkungen auf die gesetzliche Rente

Minijobs sind seit 2013 grundsätzlich rentenversicherungspflichtig. Der Arbeitgeber zahlt im gewerblichen Minijob pauschal 15 Prozent des Lohns in die Rentenversicherung. Beschäftigte tragen zusätzlich einen Eigenanteil von 3,6 Prozent, solange sie nicht von der Rentenversicherungspflicht befreit sind.

Bei der Verdienstgrenze von 603 Euro entspricht der Eigenbeitrag 2026 rund 21,71 Euro pro Monat. Wer nicht auf die Versicherungspflicht verzichtet, sammelt dadurch vollwertige Beitragszeiten, kann Wartezeitlücken schließen und erhöht später den eigenen Rentenanspruch.

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze fällt der Eigenanteil für Beschäftigte grundsätzlich weg. Arbeitgeberbeiträge werden weiterhin gezahlt. Unter bestimmten Voraussetzungen können sie über die Flexi-Rente rentensteigernd wirken.

Neu wichtig für 2026: Ab Juli 2026 können Minijobberinnen und Minijobber, die sich früher von der Rentenversicherungspflicht befreien ließen, diese Entscheidung unter bestimmten Voraussetzungen einmalig für die Zukunft rückgängig machen. Wer langfristig Rentenansprüche aufbauen möchte, sollte deshalb prüfen, ob sich die Rentenversicherungspflicht im Minijob lohnt.