Hartz IV: Diese 3 Jobcenter sind die größten Flops

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Das sind die 3 Jobcenter mit den größten Flops diesen Jahres

Wir schauen den Jobcentern genau auf die Finger, weil wir uns als “Lobby” für Hartz IV Beziehende sehen. Unsere Inhalte werden von und für Erwerbslose recherchiert und geschrieben. Dabei sind uns in der Vergangenheit diese 3 Jobcenter immer wieder besonders aufgefallen.

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3. Platz das Jobcenter Dusburg: Spitzenreiter bei Sanktionen

Den unzweifelhaften 3. Platz belegt das Jobcenter Duisburg. Denn in keinem anderen Jobcenter werden Hartz IV Beziehende derart mit Sanktionen überhäuft, wie hier. Im Bundesdurchschnitt liegt die Sanktionsquoute bei etwa 2,8 Prozent (Zahlen von 2018). Hier allerdings liegt die Quote bei fast 5 Prozent (4,7).

Warum ausgerechnet in Duisburg derart viele Strafen gegenüber Leistungsberechtigten ausgesprochen werden, konnte eine Sprecherin nicht mitteilen. Hauptsächlich seien Leistungskürzungen aufgrund von Verweigerungen der Arbeitsplatzannahme, beziehungsweise Fortsetzung dieser verhängt worden, hieß es. Ob dort übereifrig und vorschnell Sanktionen ausgeprochen werden? Oder will man übereifrig die interne Zielquote bei den Sanktionen erreichen?

2. Platz das Jobcenter Bielefeld: Mahnschreiben an Kinder

Das Jobcenter Bielefeld stellt offenbar gern Rückzahlungsforderungen und Mahngebühren an minderjährige Kinder. Denn die Behörde schickte z.B. ein Mahnschreiben an ein 11-jähriges Kind.

Das Verrückte dabei war, dass weder das Kind noch die Mutter, bei der das Kind wohnt, einen Hartz IV Antrag gestellt haben und demnach auch nicht “Kunde” beim Jobcenter waren. Die Mutter kontaktierte pflichtbewusst sogleich die Behörde. Dort bekam sie allerdings keine Antwort. In ihrer Verzweiflung wandte sich die Mutter an eine regionale Zeitung, denn das Schreiben war mit einer Zahlungsfrist und Androhung weiterer Kosten versehen. Die Zeitung bekam dann nach Anfrage eine Antwort.

Sodann wurde durch eine Sprecherin mitgeteilt, dass auch Kinder eine Aufforderung zur Rückzahlung erhalten, wenn zuvor eine Überzahlung stattfand. Allerdings, so räumte man später ein, hätte der Kindesvater, der nicht im gleichen Haushalt des Kindes lebt, die Rückzahlungsaufforderung inklussive Säumnisgebühren erhalten müssen. Fraglich bleibt dennoch, warum dem Sachbearbeiter nicht auffiel, dass er ein Kind mahnte und anscheinend es als “normal” ansah, von kleinen Kindern Geld einzutreiben.

1. Platz Das Jobcenter Wuppertal – Obdachlosigkeit durch Ignoranz

Den nicht ruhmreichen 1. Platz belegt das Jobcenter Wuppertal. Hier wird offenbar mutwillig in Kauf genommen, dass Hartz IV Beziehende obdachlos werden. Im konkreten Fall wurde einem Leistungsbezieher die Miete durch den Vermieter um 20 Euro erhöht.

Das nahm das Jobcenter zum Anlass einen vorläufigen Bescheid zu erlassen, allerdings ohne Miet- und Heizkosten. Nachdem der Leidgeplagte erneut angab, keine finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben, um die Miete selbst aufzustocken, zahlte die Behörde überhaupt keine Miete mehr. Zur Begründung hieß es, dass die Höhe der Miete nunmehr unklar sei.

In der Zwischenzeit war der Mann dem Vermieter bereits zwei Mieten schuldig. Der Vermieter hätte nun die Möglichkeit gehabt, den unverschuldet säumigen Mieter vor die Tür zusetzen. Angesprochen auf diese ungeheuerlichen Zustände, gab es lediglich eine lapidare Stellungnahme: „Wir machen keine Hartz IV-Bezieher obdachlos“. Doch in der Vergangenheit ist das Jobcenter immer wieder negativ aufgefallen. Immer wieder kam es zu Stromabstellungen, Mahnungen und Kündigungen, wie die Rechtsanwälte von “Rightmart” berichten.

Hartz IV abschaffen?

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