Kostenlose Aufkleber gegen Verteilung der Bild

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Aktion: Kostenlose Sticker gegen die bundesweite Verteilung der Bildzeitung

30.05.2012

Der Axel-Springer-Verlag plant mit seinen Werbepartnern am 23. Juni 2012 die kostenlose Verteilung einer Sonderausgabe der Bildzeitung anlässlich ihres 50. Jubiläums (Wir berichteten). Diese soll mit der größten Reichweite aller Zeiten an alle 40 Millionen Haushalt in Deutschland verteilt werden. Da viele Menschen die Bildzeitung und ihren meinungsmachenden sowie manipulierenden Journalismus nicht einmal geschenkt haben wollen, haben sich etliche Initiativen gegen das Werbespektakel des Springer-Verlags gebildet.

Als Vorreiter bietet gemeinsam mit der Internetseite alle gegen Bild die Möglichkeit, personalisierte Absagen für die Verteilung einer Bildzeitung an den Springer-Verlag zu senden. Kern dieser Vorgehensweise ist es, den logistischen Aufwand für den Springer-Verlag und seine Partnergesellschaften in die Höhe zu treiben, so dass die bundesweite Verteilung bestenfalls gestoppt werden kann. Die Resonanz aus der Bevölkerung und der damit verknüpfte erfolgreiche Protest sind erstaunlich. Mittlerweile haben sich fast 210.000 Menschen gegen die Verteilung eines Exemplars an Ihren Haushalt ausgesprochen.

Um das Vorgehen von Campact zu unterstützen und auf dieses Thema aus Sicht einer Druckerei und damit Teil der Verlags und Medienbranche aufmerksam zu machen, hat die INnUP Deutschland GmbH (unter anderem Initiator von politischen Aktionen wie "Sticker gegen Rechts") sich dazu entschlossen einen zusätzlichen Kanal anzubieten. Dieser bedient diejenigen, die entweder Ihre Adressdaten für die Abbestellung nicht an die Bild schicken möchten oder trotz der bereits gesendeten Absage Ihr politisches Statement gerne nach außen zeigen möchten.

Auf der Internetseite werden deshalb neben Informationen und Hintergründen zu den Protesten gegen die Jubiläumsausgabe der Bild zehn kostenlose Aufkleber angeboten. Jeder der einen rückfrankierten und rückadressierten Umschlag an INnUP (Adresse siehe unten) schickt, bekommt diese daraufhin zugeschickt. Die Adressdaten werden dabei natürlich weder abgeschrieben, ausgewertet, gespeichert noch für irgendwelche anderen Zwecke entfremdet, wie der Verlag betonte.

INnUP möchte nach eigenen Angaben an alle Haushalte, die es wollen, zehn kostenlose Aufkleber verteilen und somit die politische Diskussion um dieses Thema weiter fortzusetzen. Die professionell gefertigten Aufkleber untersagen den Einwurf der Bildzeitung und bieten somit eine klare Absage an die Bildzeitung. "Die Sticker bieten ein ideales Medium um auch Freunden, Verwandten, Arbeitskollegen und Nachbarn einen Denkanstoss zu geben", so einer der Initiatoren. Wer die kostenlosen Sticker erhalten möchte, kann einen rückadressierten und rückfrankierten Umschlag an folgende Adresse senden: INnUP Deutschland GmbH, Theodor-Heuss-Allee 21, 28215 Bremen.

Die Redaktion „gegen-hartz.de“ stellt sich hinter diese Aktion. Seit Bestehen der Agenda 2010 diffamiert die Bildzeitung mit ihren reißerischen Artikeln immer wieder Hartz IV-Betroffene. In zahlreichen Berichten werden Erwerbslose als „faul“, „Alkoholkrank“ oder "Betrügerisch" dargestellt. Springers Boulevardblatt trägt im Wesentlichen dazu bei, dass in der Öffentlichkeit ein bisweilen undifferenziertes und schlechtes Bild über Hartz IV Bezieher vorherrscht.

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