Erstmals müssen weniger Kinder von Hartz IV leben

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Erstmals müssen weniger Kinder von Hartz IV leben", "Weniger Kinder mit Hartz IV Bedarf", "Weniger Kinder in Armut" und ähnlich schrei(b)t die Mainstream-Presse derzeit. Was ist dran?

Angeblich wäre die gute Konjunktur von 2008 schuld, dass aktuell weniger Kinder auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen sind. Wem das unverständlich vorkommt (Was hat die angebliche Konjunktur von 2008 mit dem aktuellen Leistungsbedarf von Kindern zu tun?): Willkommen im Club.

Bei weiterem Lesen offenbart sich: gemeint sind minderjährige Kinder. Was passiert mit minderjährigen Kindern? Richtig! Sie werden Volljährig und fallen damit aus der Statistik der minderjährigen ALG II oder Sozialgeldempfänger. Da aber, entgegen dem Rest der Bevölkerung, die überwiegende Mehrzahl von ALG II Empfängern sowie solche Personen, die Angst haben, eventuell mal ALG II zu benötigen, keine neuen Kinder in die bundesdeutsche Sozialwelt setzen – sei es aus Verantwortungsgefühl diesen Kindern gegenüber oder aus purer Existenzangst – sinkt zwangsläufig die Zahl der minderjährigen Kinder, die ALG II oder Sozialgeld benötigen – und es steigt die Zahl der Volljährigen, aber um die geht es ja in dieser Statistik glücklicherweise nicht, also muss man das nicht erwähnen.
Die Familienpolitik der Bundesregierung zeigt also endlich erste Erfolge im Verringern der Randgruppe "Arbeitslose". (18.04.2009)

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Hartz IV abschaffen?

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