Neue Pfändungstabelle ab 1. Juli 2026 – Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen

Lesedauer 12 Minuten

Neue Pfändungsfreigrenzen 2026: Was sich zum 1. Juli 2026 ändert

Mit der Verkündung der „Bekanntmachung zu den Pfändungsfreigrenzen 2026 nach § 850c der Zivilprozessordnung“ im Bundesgesetzblatt steht fest, welche neuen Pfändungsfreigrenzen ab dem 1. Juli 2026 gelten werden.

Für viele Schuldner ist das keine bloße Anpassung, sondern eine Veränderung mit unmittelbarer Auswirkung auf den Alltag. Wer von einer Lohnpfändung betroffen ist, erhält künftig etwas mehr Schutz vor dem Zugriff von Gläubigern. Zugleich bekommen Arbeitgeber, Gerichte, Insolvenzverwaltungen und Beratungsstellen neue Rechenmaßstäbe an die Hand.

Die Bekanntmachung wurde im Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 80 veröffentlicht; die amtliche Tabelle ist im Anhang enthalten und reicht in der Fassung bei „Gesetze im Internet“ über 28 Seiten.

Welche Beträge ab dem 1. Juli 2026 gelten

Für Schuldner ohne Unterhaltspflichten steigt der unpfändbare Betrag von bisher 1.555,00 Euro auf 1.587,40 Euro monatlich. Für die erste unterhaltsberechtigte Person erhöht sich der Zuschlag von 585,23 Euro auf 597,42 Euro. Für die zweite bis fünfte unterhaltsberechtigte Person steigt der jeweilige Erhöhungsbetrag von 326,04 Euro auf 332,83 Euro.

Damit fällt die diesjährige Anhebung deutlich moderater aus als im Vorjahr. Während die Bekanntmachung 2025 einen Anstieg von mehr als vier Prozent brachte, liegt die Erhöhung 2026 nur bei rund zwei Prozent.

Wer die amtliche Tabelle aufschlägt, sieht die Auswirkungen sofort. In der Monatsübersicht bleibt bei null Unterhaltspflichten Einkommen bis 1.589,99 Euro vollständig unpfändbar.

Erst ab 1.590,00 Euro setzt ein pfändbarer Betrag ein. In der Tabelle beginnt dieser mit 1,82 Euro für den Einkommensbereich von 1.590,00 Euro bis 1.599,99 Euro. Das zeigt bereits, wie fein abgestuft die Regelung arbeitet.

Nicht ein ganzer Einkommenssprung wird abgeschöpft, sondern nur ein genau bestimmter Teilbetrag.

Auch die Obergrenze verschiebt sich. Nach der 2026er Bekanntmachung ist der Mehrbetrag über 4.866,30 Euro voll pfändbar. Im geltenden Zeitraum bis zum 30. Juni 2026 lag diese Grenze noch bei 4.766,99 Euro.

Damit erweitert sich zwar der geschützte Bereich, zugleich bleibt das System dabei, oberhalb einer bestimmten Einkommenshöhe den darüber hinausgehenden Betrag vollständig dem Pfändungszugriff zu öffnen.

Pfändungstabelle ab 1. Juli 2026 (monatlich, kompakte Übersicht)

Anzahl unterhaltspflichtiger Personen Unpfändbarer Monatsbetrag
0 1.587,40 €
1 2.184,82 €
2 2.517,65 €
3 2.850,48 €
4 3.183,31 €
5 oder mehr 3.516,14 €

Wichtige Eckwerte ab 1. Juli 2026

Wert Betrag
Grundfreibetrag ohne Unterhaltspflichten 1.587,40 €
Erhöhungsbetrag für die erste Unterhaltspflicht 597,42 €
Erhöhungsbetrag für die zweite bis fünfte Unterhaltspflicht je Person 332,83 €
Mehrbetrag über diesem Nettoeinkommen ist voll pfändbar 4.866,30 €

Hinweis: Diese Übersicht zeigt die unpfändbaren Monatsbeträge für die Lohn- und Gehaltspfändung nach der ab dem 1. Juli 2026 geltenden Bekanntmachung. Für die exakte Berechnung des pfändbaren Teilbetrags innerhalb einzelner Einkommensstufen ist die amtliche Pfändungstabelle maßgeblich.

Achtung: Bei Unterhaltsgläubigern und bei Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung gilt diese Tabelle nicht uneingeschränkt. Auch bei eigenem Einkommen unterhaltsberechtigter Personen können Besonderheiten gelten.

Pfändungstabelle ab 1. Juli 2026

Gerundete Übersicht auf volle Euro. Je Zeile sind der pfändbare Betrag und der verbleibende Betrag angegeben.

0 unterhaltspflichtige Personen

Nettoeinkommen pro Monat Pfändbar / verbleibend
1.589 € pfändbar: 1 €
verbleibend: 1.588 €
1.590 € pfändbar: 2 €
verbleibend: 1.588 €
1.600 € pfändbar: 9 €
verbleibend: 1.591 €
1.700 € pfändbar: 79 €
verbleibend: 1.621 €
1.800 € pfändbar: 149 €
verbleibend: 1.651 €
1.900 € pfändbar: 219 €
verbleibend: 1.681 €
2.000 € pfändbar: 289 €
verbleibend: 1.711 €
2.100 € pfändbar: 359 €
verbleibend: 1.741 €
2.200 € pfändbar: 429 €
verbleibend: 1.771 €
2.300 € pfändbar: 499 €
verbleibend: 1.801 €
2.400 € pfändbar: 569 €
verbleibend: 1.831 €
2.500 € pfändbar: 639 €
verbleibend: 1.861 €
2.600 € pfändbar: 709 €
verbleibend: 1.891 €
2.700 € pfändbar: 779 €
verbleibend: 1.921 €
2.800 € pfändbar: 849 €
verbleibend: 1.951 €
2.900 € pfändbar: 919 €
verbleibend: 1.981 €
3.000 € pfändbar: 989 €
verbleibend: 2.011 €
3.100 € pfändbar: 1.059 €
verbleibend: 2.041 €
3.200 € pfändbar: 1.129 €
verbleibend: 2.071 €
3.300 € pfändbar: 1.199 €
verbleibend: 2.101 €
3.400 € pfändbar: 1.269 €
verbleibend: 2.131 €
3.500 € pfändbar: 1.339 €
verbleibend: 2.161 €
3.600 € pfändbar: 1.409 €
verbleibend: 2.191 €
3.700 € pfändbar: 1.479 €
verbleibend: 2.221 €
3.800 € pfändbar: 1.549 €
verbleibend: 2.251 €
3.900 € pfändbar: 1.619 €
verbleibend: 2.281 €
4.000 € pfändbar: 1.689 €
verbleibend: 2.311 €
4.100 € pfändbar: 1.759 €
verbleibend: 2.341 €
4.200 € pfändbar: 1.829 €
verbleibend: 2.371 €
4.300 € pfändbar: 1.899 €
verbleibend: 2.401 €
4.400 € pfändbar: 1.969 €
verbleibend: 2.431 €
4.500 € pfändbar: 2.039 €
verbleibend: 2.461 €
4.600 € pfändbar: 2.109 €
verbleibend: 2.491 €
4.700 € pfändbar: 2.179 €
verbleibend: 2.521 €
4.800 € pfändbar: 2.249 €
verbleibend: 2.551 €
4.900 € pfändbar: 2.329 €
verbleibend: 2.571 €

1 unterhaltspflichtige Person

Nettoeinkommen pro Monat Pfändbar / verbleibend
1.589 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.589 €
1.590 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.590 €
1.600 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.600 €
1.700 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.700 €
1.800 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.800 €
1.900 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.900 €
2.000 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.000 €
2.100 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.100 €
2.200 € pfändbar: 8 €
verbleibend: 2.192 €
2.300 € pfändbar: 58 €
verbleibend: 2.242 €
2.400 € pfändbar: 108 €
verbleibend: 2.292 €
2.500 € pfändbar: 158 €
verbleibend: 2.342 €
2.600 € pfändbar: 208 €
verbleibend: 2.392 €
2.700 € pfändbar: 258 €
verbleibend: 2.442 €
2.800 € pfändbar: 308 €
verbleibend: 2.492 €
2.900 € pfändbar: 358 €
verbleibend: 2.542 €
3.000 € pfändbar: 408 €
verbleibend: 2.592 €
3.100 € pfändbar: 458 €
verbleibend: 2.642 €
3.200 € pfändbar: 508 €
verbleibend: 2.692 €
3.300 € pfändbar: 558 €
verbleibend: 2.742 €
3.400 € pfändbar: 608 €
verbleibend: 2.792 €
3.500 € pfändbar: 658 €
verbleibend: 2.842 €
3.600 € pfändbar: 708 €
verbleibend: 2.892 €
3.700 € pfändbar: 758 €
verbleibend: 2.942 €
3.800 € pfändbar: 808 €
verbleibend: 2.992 €
3.900 € pfändbar: 858 €
verbleibend: 3.042 €
4.000 € pfändbar: 908 €
verbleibend: 3.092 €
4.100 € pfändbar: 958 €
verbleibend: 3.142 €
4.200 € pfändbar: 1.008 €
verbleibend: 3.192 €
4.300 € pfändbar: 1.058 €
verbleibend: 3.242 €
4.400 € pfändbar: 1.108 €
verbleibend: 3.292 €
4.500 € pfändbar: 1.158 €
verbleibend: 3.342 €
4.600 € pfändbar: 1.208 €
verbleibend: 3.392 €
4.700 € pfändbar: 1.258 €
verbleibend: 3.442 €
4.800 € pfändbar: 1.308 €
verbleibend: 3.492 €
4.900 € pfändbar: 1.374 €
verbleibend: 3.526 €

2 unterhaltspflichtige Personen

Nettoeinkommen pro Monat Pfändbar / verbleibend
1.589 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.589 €
1.590 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.590 €
1.600 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.600 €
1.700 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.700 €
1.800 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.800 €
1.900 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.900 €
2.000 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.000 €
2.100 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.100 €
2.200 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.200 €
2.300 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.300 €
2.400 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.400 €
2.500 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.500 €
2.600 € pfändbar: 33 €
verbleibend: 2.567 €
2.700 € pfändbar: 73 €
verbleibend: 2.627 €
2.800 € pfändbar: 113 €
verbleibend: 2.687 €
2.900 € pfändbar: 153 €
verbleibend: 2.747 €
3.000 € pfändbar: 193 €
verbleibend: 2.807 €
3.100 € pfändbar: 233 €
verbleibend: 2.867 €
3.200 € pfändbar: 273 €
verbleibend: 2.927 €
3.300 € pfändbar: 313 €
verbleibend: 2.987 €
3.400 € pfändbar: 353 €
verbleibend: 3.047 €
3.500 € pfändbar: 393 €
verbleibend: 3.107 €
3.600 € pfändbar: 433 €
verbleibend: 3.167 €
3.700 € pfändbar: 473 €
verbleibend: 3.227 €
3.800 € pfändbar: 513 €
verbleibend: 3.287 €
3.900 € pfändbar: 553 €
verbleibend: 3.347 €
4.000 € pfändbar: 593 €
verbleibend: 3.407 €
4.100 € pfändbar: 633 €
verbleibend: 3.467 €
4.200 € pfändbar: 673 €
verbleibend: 3.527 €
4.300 € pfändbar: 713 €
verbleibend: 3.587 €
4.400 € pfändbar: 753 €
verbleibend: 3.647 €
4.500 € pfändbar: 793 €
verbleibend: 3.707 €
4.600 € pfändbar: 833 €
verbleibend: 3.767 €
4.700 € pfändbar: 873 €
verbleibend: 3.827 €
4.800 € pfändbar: 913 €
verbleibend: 3.887 €
4.900 € pfändbar: 973 €
verbleibend: 3.927 €

3 unterhaltspflichtige Personen

Nettoeinkommen pro Monat Pfändbar / verbleibend
1.589 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.589 €
1.590 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.590 €
1.600 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.600 €
1.700 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.700 €
1.800 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.800 €
1.900 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.900 €
2.000 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.000 €
2.100 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.100 €
2.200 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.200 €
2.300 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.300 €
2.400 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.400 €
2.500 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.500 €
2.600 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.600 €
2.700 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.700 €
2.800 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.800 €
2.900 € pfändbar: 15 €
verbleibend: 2.885 €
3.000 € pfändbar: 45 €
verbleibend: 2.955 €
3.100 € pfändbar: 75 €
verbleibend: 3.025 €
3.200 € pfändbar: 105 €
verbleibend: 3.095 €
3.300 € pfändbar: 135 €
verbleibend: 3.165 €
3.400 € pfändbar: 165 €
verbleibend: 3.235 €
3.500 € pfändbar: 195 €
verbleibend: 3.305 €
3.600 € pfändbar: 225 €
verbleibend: 3.375 €
3.700 € pfändbar: 255 €
verbleibend: 3.445 €
3.800 € pfändbar: 285 €
verbleibend: 3.515 €
3.900 € pfändbar: 315 €
verbleibend: 3.585 €
4.000 € pfändbar: 345 €
verbleibend: 3.655 €
4.100 € pfändbar: 375 €
verbleibend: 3.725 €
4.200 € pfändbar: 405 €
verbleibend: 3.795 €
4.300 € pfändbar: 435 €
verbleibend: 3.865 €
4.400 € pfändbar: 465 €
verbleibend: 3.935 €
4.500 € pfändbar: 495 €
verbleibend: 4.005 €
4.600 € pfändbar: 525 €
verbleibend: 4.075 €
4.700 € pfändbar: 555 €
verbleibend: 4.145 €
4.800 € pfändbar: 585 €
verbleibend: 4.215 €
4.900 € pfändbar: 638 €
verbleibend: 4.262 €

4 unterhaltspflichtige Personen

Nettoeinkommen pro Monat Pfändbar / verbleibend
1.589 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.589 €
1.590 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.590 €
1.600 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.600 €
1.700 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.700 €
1.800 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.800 €
1.900 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.900 €
2.000 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.000 €
2.100 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.100 €
2.200 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.200 €
2.300 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.300 €
2.400 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.400 €
2.500 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.500 €
2.600 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.600 €
2.700 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.700 €
2.800 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.800 €
2.900 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.900 €
3.000 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 3.000 €
3.100 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 3.100 €
3.200 € pfändbar: 3 €
verbleibend: 3.197 €
3.300 € pfändbar: 23 €
verbleibend: 3.277 €
3.400 € pfändbar: 43 €
verbleibend: 3.357 €
3.500 € pfändbar: 63 €
verbleibend: 3.437 €
3.600 € pfändbar: 83 €
verbleibend: 3.517 €
3.700 € pfändbar: 103 €
verbleibend: 3.597 €
3.800 € pfändbar: 123 €
verbleibend: 3.677 €
3.900 € pfändbar: 143 €
verbleibend: 3.757 €
4.000 € pfändbar: 163 €
verbleibend: 3.837 €
4.100 € pfändbar: 183 €
verbleibend: 3.917 €
4.200 € pfändbar: 203 €
verbleibend: 3.997 €
4.300 € pfändbar: 223 €
verbleibend: 4.077 €
4.400 € pfändbar: 243 €
verbleibend: 4.157 €
4.500 € pfändbar: 263 €
verbleibend: 4.237 €
4.600 € pfändbar: 283 €
verbleibend: 4.317 €
4.700 € pfändbar: 303 €
verbleibend: 4.397 €
4.800 € pfändbar: 323 €
verbleibend: 4.477 €
4.900 € pfändbar: 370 €
verbleibend: 4.530 €

5 unterhaltspflichtige Personen

Nettoeinkommen pro Monat Pfändbar / verbleibend
1.589 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.589 €
1.590 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.590 €
1.600 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.600 €
1.700 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.700 €
1.800 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.800 €
1.900 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 1.900 €
2.000 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.000 €
2.100 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.100 €
2.200 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.200 €
2.300 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.300 €
2.400 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.400 €
2.500 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.500 €
2.600 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.600 €
2.700 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.700 €
2.800 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.800 €
2.900 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 2.900 €
3.000 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 3.000 €
3.100 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 3.100 €
3.200 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 3.200 €
3.300 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 3.300 €
3.400 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 3.400 €
3.500 € pfändbar: 0 €
verbleibend: 3.500 €
3.600 € pfändbar: 8 €
verbleibend: 3.592 €
3.700 € pfändbar: 18 €
verbleibend: 3.682 €
3.800 € pfändbar: 28 €
verbleibend: 3.772 €
3.900 € pfändbar: 38 €
verbleibend: 3.862 €
4.000 € pfändbar: 48 €
verbleibend: 3.952 €
4.100 € pfändbar: 58 €
verbleibend: 4.042 €
4.200 € pfändbar: 68 €
verbleibend: 4.132 €
4.300 € pfändbar: 78 €
verbleibend: 4.222 €
4.400 € pfändbar: 88 €
verbleibend: 4.312 €
4.500 € pfändbar: 98 €
verbleibend: 4.402 €
4.600 € pfändbar: 108 €
verbleibend: 4.492 €
4.700 € pfändbar: 118 €
verbleibend: 4.582 €
4.800 € pfändbar: 128 €
verbleibend: 4.672 €
4.900 € pfändbar: 169 €
verbleibend: 4.731 €

Hinweis: Diese Übersicht gilt für gewöhnliche Lohn- und Gehaltspfändungen. Bei Unterhaltsgläubigern und bei Forderungen aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung gilt sie nicht in dieser Form.

Wie die Tabelle aufgebaut ist und was sie in der Praxis leistet

Die amtliche Pfändungstabelle unterscheidet zwischen monatlicher, wöchentlicher und täglicher Auszahlung des Arbeitseinkommens. In allen drei Varianten wird das Nettoeinkommen in Stufen gegliedert.

Daneben werden die pfändbaren Beträge danach ausgewiesen, für wie viele Personen der Schuldner Unterhalt leistet. Auf diese Weise lässt sich für sehr viele Standardfälle unmittelbar aus der Tabelle ablesen, welcher Anteil des Einkommens gepfändet werden darf. Die Bekanntmachung 2026 verweist ausdrücklich auf die als Anhang abgedruckten Tabellen; die BMJ-Broschüre zu den Freigrenzen für 2025/2026 beschreibt denselben Aufbau der Tabellen systematisch.

Gerade für die Praxis in Lohnbüros und Beratungsstellen ist dieser Tabellencharakter wichtig. Die Tabelle schafft Berechenbarkeit.

Arbeitgeber müssen nicht bei jedem Fall eine individuelle Vollprüfung der Rechtsgrundlagen vornehmen, sondern können die pfändbaren Beträge im Regelfall aus der Tabelle entnehmen.

Für Schuldnerberatungen wiederum ist sie ein unverzichtbares Arbeitsinstrument, weil sich damit schnell prüfen lässt, ob eine laufende Abführung rechnerisch plausibel ist oder ob Korrekturbedarf besteht.

Die Tabelle schützt Arbeitseinkommen, aber nicht automatisch das Girokonto

Ein häufiger Irrtum besteht darin, den Schutz der Pfändungstabelle unmittelbar mit dem Schutz eines Bankkontos gleichzusetzen.

Die Pfändungstabelle gilt unmittelbar für die Pfändung von Arbeitseinkommen. Wird der Lohn jedoch auf ein Konto überwiesen und dieses Konto wird gepfändet, handelt es sich rechtlich nicht mehr um denselben Anspruch. Dann ist für den Schutz des Guthabens in der Praxis regelmäßig ein Pfändungsschutzkonto erforderlich. Darauf weist die Schuldnerberatung Hamburg ausdrücklich hin.

Für Betroffene ist dieser Unterschied erheblich, weil ein vorhandener Lohnfreibetrag allein nicht automatisch verhindert, dass Kontoguthaben blockiert wird.

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Gerade hier zeigt sich, dass die öffentliche Diskussion über neue Pfändungsfreigrenzen oft zu kurz greift. Die Anhebung der Grenzen ist wichtig, sie löst aber nicht jedes Problem in der Vollstreckungspraxis.

Wer ein gepfändetes Konto hat und es nicht als P-Konto führt, kann trotz grundsätzlich geschützter Einkommensbestandteile in Schwierigkeiten geraten. Die neue Tabelle ist deshalb nur ein Teil des Schutzsystems, nicht dessen vollständige Antwort.

Warum bei Unterhaltsgläubigern und bei vorsätzlich unerlaubter Handlung andere Maßstäbe gelten

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Forderungen von Unterhaltsgläubigern im Raum stehen oder wenn eine Forderung auf einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung beruht. In solchen Konstellationen gilt die gewöhnliche Pfändungstabelle nicht ohne Weiteres.

Die Schuldnerberatung Hamburg weist darauf hin, dass bei Unterhaltsgläubigern die Tabelle nicht gilt und ebenso wenig bei Forderungen aus vorsätzlich unerlaubter Handlung. Dann kommt es nicht auf die Standardwerte der Tabelle an, sondern auf abweichende rechtliche Maßstäbe und gerichtliche Entscheidungen im Einzelfall.

Für Betroffene ist das ein besonders wichtiger Hinweis, weil die bloße Kenntnis der neuen Freibeträge sonst in die Irre führen kann. Wer etwa davon ausgeht, dass der Tabellenwert in jedem Fall verbindlich ist, kann den Umfang einer Pfändung falsch einschätzen.

In diesen Fällen ist eine individuelle Prüfung angezeigt, sei es durch anwaltliche Beratung, durch eine anerkannte Schuldnerberatung oder durch eine gerichtliche Klärung. Die neue Bekanntmachung 2026 ändert an diesen Ausnahmen nichts.

Eigenes Einkommen unterhaltsberechtigter Personen bleibt ein heikler Punkt

Nicht minder wichtig ist die Frage, wie mit eigenem Einkommen von unterhaltsberechtigten Personen umzugehen ist. Auch hier ist das Recht differenzierter, als es die reine Tabelle vermuten lässt.

Nach den Hinweisen der Schuldnerberatung Hamburg wird das Einkommen einer unterhaltsberechtigten Person nicht einfach dem Einkommen des Schuldners zugerechnet.

Vielmehr kann das Vollstreckungsgericht auf Antrag des Gläubigers nach billigem Ermessen entscheiden, dass diese Person bei der Berechnung des unpfändbaren Teils ganz oder teilweise unberücksichtigt bleibt. Die gesetzliche Grundlage dafür liegt in § 850c Absatz 6 ZPO.

Das ist in der Praxis deshalb so wichtig, weil sich hinter einem formal einfachen Begriff wie „Unterhaltspflicht“ oft komplizierte Lebensverhältnisse verbergen.

Ob und in welchem Umfang eine Person tatsächlich bei der Berechnung mitzählt, kann von eigenen Einkünften, dem Familienmodell und der konkreten wirtschaftlichen Belastung abhängen. Die Tabelle liefert für solche Grenzfälle keine abschließende Antwort. Sie ist für Standardfälle gemacht, nicht für jeden denkbaren Sonderfall.

Die kompakte 100er-Übersicht ist praktisch, ersetzt aber nicht die amtliche Tabelle

Für den schnellen Überblick gibt es neben der amtlichen Fassung wieder eine verkürzte Ein-Seiten-Ansicht in 100er-Schritten mit gerundeten Zahlen, die von der Schuldnerberatung Hamburg bereitgestellt wird. Ihr besonderer Nutzen liegt darin, dass sie nicht nur den pfändbaren Betrag, sondern auch die beim Schuldner verbleibenden Beträge schnell sichtbar machen soll. F

ür die Beratungspraxis und als Kopiervorlage kann das sehr hilfreich sein. Verbindlich bleibt jedoch die amtliche Tabelle der Bekanntmachung 2026. Wer es genau wissen muss, sollte deshalb immer die offizielle Fassung heranziehen.

Gerade bei eng kalkulierten Haushalten, bei Lohnabrechnungen oder in laufenden Vollstreckungsverfahren können Rundungen und vereinfachte Übersichten für eine erste Orientierung sinnvoll sein, dürfen aber nicht an die Stelle der maßgeblichen Werte treten. Das gilt umso mehr, weil schon geringe Differenzen in einzelnen Einkommensstufen zu einer abweichenden Pfändungssumme führen können.

Was Betroffene und Arbeitgeber jetzt tun sollten

Für Schuldnerinnen und Schuldner mit laufender Lohnpfändung ist es sinnvoll, die Umstellung zum 1. Juli 2026 genau im Blick zu behalten. Ab diesem Datum müssen die neuen Freibeträge berücksichtigt werden.

Wer feststellt, dass nach dem Stichtag weiterhin mit alten Werten gerechnet wird, sollte die Abrechnung prüfen lassen. Arbeitgeber und Lohnstellen wiederum sollten ihre Systeme und internen Rechenhilfen rechtzeitig auf die neue Tabelle umstellen, damit es nicht zu fehlerhaften Einbehalten kommt. Die amtliche Monatsübersicht im Anhang der Bekanntmachung bietet dafür die maßgebliche Grundlage.

Ebenso wichtig ist der Blick auf das Konto. Wer von Pfändungen betroffen ist, sollte nicht nur die Lohnpfändung, sondern auch den Kontoschutz im Auge behalten. Denn die neuen Freibeträge bei Arbeitseinkommen helfen nur eingeschränkt weiter, wenn das Girokonto ohne P-Konto-Schutz gepfändet wird. Die Rechtslage bleibt also auch nach der neuen Bekanntmachung ein Zusammenspiel mehrerer Schutzinstrumente.

Fazit

Die neue Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026 bringt ab dem 1. Juli 2026 höhere Schutzbeträge für pfändbares Arbeitseinkommen. Der unpfändbare Grundbetrag steigt auf 1.587,40 Euro, die Zuschläge für Unterhaltspflichten werden ebenfalls angehoben, und auch die Grenze der Vollpfändung verschiebt sich nach oben.

Für viele Betroffene ist das eine spürbare Entlastung, auch wenn die Anpassung kleiner ausfällt als im Vorjahr. Wer die neue Tabelle richtig einordnen will, sollte allerdings nicht nur auf die veröffentlichten Zahlen schauen, sondern auch die Grenzen ihrer Anwendbarkeit kennen.

Bei Unterhaltsgläubigern, bei Forderungen aus vorsätzlich unerlaubter Handlung, bei eigenem Einkommen unterhaltsberechtigter Personen und beim Schutz des Kontoguthabens reichen einfache Tabellenwerte oft nicht aus. Die neue Bekanntmachung ist deshalb zugleich Fortschreibung, Arbeitshilfe und Erinnerung daran, wie komplex das Vollstreckungsrecht im Alltag tatsächlich ist.

Quellen

Bekanntmachung zu den Pfändungsfreigrenzen 2026 nach § 850c der Zivilprozessordnung, BGBl. 2026 I Nr. 80 vom 26.03.2026.
Screenshot der amtlichen Monatstabelle 2026 aus der PDF-Fassung, Seite 2 und Seite 3 der Tabelle in der Darstellung von „Gesetze im Internet“.
§ 850c ZPO und § 32a EStG, „Gesetze im Internet“.
Bekanntmachung zu den Pfändungsfreigrenzen 2025, BGBl. 2025 I Nr. 110, zum Vergleich der bislang geltenden Werte.