Satire: Wer zum Teufel ist Kurt Beck?

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Wer zum Teufel ist Kurt Beck? Im Saarland ist Kurt Beck beliebt, jedenfalls als elektronisches Dartspiel

Von Isolde Kungel-Kleister

Auf die gemeinsame Umfrage des Hamburger Magazins "Stern" mit dem Meinungsinstitut "Forsa", ob irgend jemand in diesem Land einen gewissen Kurt Beck kennt, antworteten die meisten mit der Gegenfrage: "Wer zum Teufel ist Kurt Beck?" Andere wiederum waren überzeugt, das es sich bei Kurt Beck um einen alpenländischen Problembären, den bekannten Penner aus der Lindenstraße, einen Draculadarsteller, oder gar um die deutsche Version des Glöckners von Notre Dame handele.

Zwei Drittel der Bevölkerung dieses Landes haben keinen blassen Schimmer, das dieser Kurt Beck der SPD-Vorsitzende in diesem Lande ist und wenn alles gut geht in zwei Jahren als Kanzlerkandidat gegen die mächtigste Merkelkanzlerin aller Zeiten antreten will. Ausgerechnet diejenigen die schon mal was von Kurt Beck gehört haben wollen ihn nicht als Kanzlerkandidat und erst recht nicht als Kanzler dieses Landes.

Im Saarland allerdings kennt man den Kurt aus der Pfalz. Hier gilt er unter anderem als Kinderschreck und abschreckendes Beispiel. "Wenn du nicht brav deine Suppe ist, rufe ich Kurt Beck", so die Drohung vieler Eltern. 99,8 Prozent aller Saarländerinnen und Saarländer kennen den "Wolf aus der Pfalz" und erschaudern wenn dessen Namen genannt wird. Ein frommer Ordensmann ist überzeugt, bei Kurt Beck handelt es sich um einen Dämonen, der die Saarländer in die Sklaverei der Pfälzer Nachbarn führen soll. Fällt im Saarland der Name Kurt Beck, so gehen überall die Rollläden herunter. Lediglich in einigen, wenigen Kneipen des Saarlandes ist Kurt Beck beliebt, hier allerdings lediglich als elektronisches Dartspiel.

Nach einer Blitzumfrage der saarländischen Sommerlochakademie steht für 100 Prozent aller Saarländerinnen und Saarländer fest, das Kurt Beck den Charme eines Hydranten besitzt, bei dessen Anblick selbst herrenlose Hunde die Straßenseite wechseln. Nicht einmal als Vogelscheuche könnte Beck im Saarland Karriere machen. Ein blaues Auge und ein gebrochenes Nasenbein holte sich ein Mitarbeiter der Saar-Sommerlochakademie als er einer etwas resoluten Dame die Frage stellte: "Gnädige Frau, können sie sich Kurt Beck als Schwiegersohn vorstellen"?

Kurt Beck gilt als der vierte absolute Missgriff der Sozis in Folge. Nach Gerd Schröder, Franz Müntefering und Matz Platzeck nun Kurt Beck zum Anführer der Restsozis zu machen und mit ihm an der Spitze das Kanzleramt stürmen zu wollen, zeigt, dass der SPD im Abstiegskampf jedes Augenmaß verloren gegangen ist. Lediglich 19 Prozent aller von "Stern" und "Forsa" Befragten können sich Kurt Beck als Bundeskanzler vorstellen. Gerüchte wonach die SPD-Führung darüber nachdenkt, Altkanzler Gerhard Schröder beim russischen Gazpromkonzern auszuleihen und ihn noch mal zum Kanzlerkandidaten zu küren, mochte im Willy Brand-Haus niemand bestätigen oder dementieren. Im Kreuzworträtsel des "Abwärts", der Mitgliederzeitung der Sozis wird unterdessen ein deutsches Wort für Harakiri mit vier Buchstaben gesucht. (Redaktion-SaarKurier, 11.04.07)

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