Hartz IV: Kinderarmut im Großraum Saarbrücken steigt

Es sind alarmierende Zahlen: Im Großraum Saarbrücken beziehen 31,8 Prozent aller Kinder unter 15 Jahren Sozialleistungen. Die Linke fordert den Regionalverband auf gegen diesen Missstand vorzugehen.

Sozialsystem funktioniert nicht

Deutschland gilt als ein reiches Land. Doch dass in manchen Regionen fast ein Drittel aller Kinder von Sozialleistungen leben müssen, zeigt dass das System versagt hat. Die Linke fordert, dass diese Umstände nicht hingenommen werden, sondern Hilfe aus Berlin angefordert werden muss.

Die Wurzel des Problems der Kinderarmut ist, dass die Eltern sich nicht aus dem Sozialleistungsbezug befreien können. Es fehlt an geeigneter Hilfestellung. Das Scheitern der Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen zieht also weitreichende Folgen bis hin zu der nachfolgenden Generation. Eine Spaltung der Gesellschaft steht bevor.

Finanzielle Lebenssituation und Gesundheit stehen im engen Zusammenhang

Die Folgen sind gravierend für die betroffenen Kinder. Denn es steht fest: Kinder, die in Armut aufwachsen, sind öfter krank und haben infolgedessen eine geringere Lebenserwartung als Kinder aus wohlhabenden Haushalten. Das liegt daran, dass Eltern im Sozialbezug sich bestimmte Vorsorgen schlichtweg nicht leisten können. Hier versagt die Gesundheitspolitik. Zusätzlich sind die allgemeinen Lebensumstände schlechter.

Bedingungsloses Grundeinkommen für Kinder

Von Chancengleichheit kann also nicht gesprochen werden. Kinder, die von Kinderarmut betroffen sind, starten mit einem Nachteil in ihr Leben. Die Linke fordert, dass dieser Umstand durch eine bedingungslose Grundsicherung für Kinder verbessert werden muss. Die Grundsicherung sollte unabhängig vom Einkommen der Eltern ausgezahlt werden und ebenfalls nicht an Sozialleistungen angerechnet werden. Nur so könnte tatsächliche Chancengleichheit gewährleistet werden.

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