Immer weniger schaffen den Hartz IV Ausstieg

Studie: Wenige Hartz IV-Empfänger schaffen den Ausstieg

09.03.2016

Nur wenige Hartz IV Bezieher schaffen einen langfristigen Einstieg ins reguläre Beschäftigungsverhältnis. Das zeigte eine Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE), die jetzt im Informationsportal Sozialpolitik aktuell veröffentlicht wurde.

Erwerbslose, die Arbeitslosengeld 1 beziehen, schaffen laut der Auswertung vielfach den Wechsel in das Berufsleben. Seit 2007 sei der Anteil sogar von 38,2 Prozent auf krund 44 Prozent im Jahr 2015 gestiegen. „Dagegen fanden in den vergangenen Jahren nie mehr als 20 Prozent der Arbeitslosen, die Arbeitslosengeld II oder Hartz IV erhalten, einen regulären Job; im Jahr 2015 waren es nur knapp 17 Prozent dieser Personengruppe“, schreiben die Wissenschaftler in der Studienauswertung.

Gut 44 Prozent der Hartz IV Beziehenden wechselten im Jahre 2015 in die „Nicht-Erwerbstätigkeit“. Das bedeutet, sie gelten dann nicht mehr als erreichbar für den ersten Arbeitsmarkt. Die Betroffenen gehen in Rente, in die Elternzeit oder sind aufgrund chronischer Erkrankungen dauerhaft Arbeitsunfähig. „Hier zeigt sich sogar der stärkste Zuwachs, 2007 waren es erst 32,1 Prozent, die auf diesem Weg aus dem Arbeitsmarkt ausschieden.“

Viele Hartz IV Beziehende beginnen eine Ausbildung oder stecken in einer Arbeitsförderungsmaßnahme. Hier sei es auffällig, dass die Quote relativ hoch sei und seit Jahren steige. Seit 2009 sind das mit etwa 22 bis 24 Prozent durchgehend mehr als diejenigen, die eine reguläre Beschäftigung aufnehmen.

Ein neuer Arbeitsplatz bedeutet sehr oft keine wirkliche Verbesserung. Arbeitsplätze werden in vielen Fällen nur befristetet erteilt oder sind Teilzeit mit einer geringen Entlohnung, so dass die Betroffenen aufstocken müssen. „Die zunehmend befristeten Arbeitsverträge bieten von vornherein nur geringere Chancen, dauerhaft übernommen zu werden“, so die Forscher. „Auch Fördermaßnahmen oder Eingliederungszuschüsse an die Betriebe schaffen kaum stabile Beschäftigung. Für manche Arbeitslose wechselt sich die Teilnahme an Maßnahmen mit Phasen der Beschäftigung und erneuter Arbeitslosigkeit ab („Mehrfacharbeitslosigkeit“).“ (sb)


Bild: Osterland - fotolia

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