Rente: Warnung vor Renten- Horrorszenarien

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Volkssolidarität warnt vor Verbreitung von Horrorszenarien

"Die Volkssolidarität begrüßt die erneute Debatte um die demografische Entwicklung und ihre Folgen. Wir warnen aber zugleich davor, ein Bild des Alters zu verbreiten, in dem ältere Menschen stigmatisiert und die Bürger durch Horrorszenarien verunsichert werden." Das erklärte der Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität, Dr. Bernd Niederland, am Freitag in Berlin zu der ZDF-Serie "Aufstand der Alten" und zu der dadurch entstandenen Diskussion.

"Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier um eine vor allem interessengeleitete Kampagne handelt", sagte Niederland. Fragwürdig sei, wenn durch Fernsehbeiträge zur besten Sendezeit und die dadurch entstandene Debatte die private Vorsorge als einzige Alternative für die Bürger angeboten wird. "Professor Meinhard Miegel und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft lassen grüßen." Niederland stellte klar: "Die Volkssolidarität lehnt eine Stigmatisierung des Alters als Katastrophenfall und alles ab, was eine weitere Entsolidarisierung in der Gesellschaft befördert." Der Bundesgeschäftsführer warnte zugleich davor, erneut einen Konflikt zwischen den Generationen zu schüren.

"Es ist schon merkwürdig, dass diese Reihe und ähnliche Beiträge im Vorfeld der Rente mit 67 erscheinen", stellte er fest. Diese politische Entscheidung werde gerade mit der demografischen Entwicklung begründet. Der Bundesgeschäftsführer betonte: "Die Demographie darf weder dramatisiert noch für weitere Einschnitte in die sozialen Sicherungssysteme missbraucht werden."

Niederland schlug den Medien vor, alternative Szenarien zu dem von der Politik vorgegebenen Wegen aufzuzeigen anstatt diese als unausweichlich nachzuzeichnen. Soweit wie in dem ZDF-Szenario müsse es nicht kommen. "Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Solidarität. Die soziale Sicherung von Renten, Gesundheit und Pflege muss über breitere Schultern finanziert werden, nicht nur von den Beschäftigten. Eine Bürgerversicherung für Gesundheit und Pflege, eine Erwerbstätigenversicherung bei der Rente – das wären geeignete Zukunftslösungen, die auch dazu beitragen könnten, Anforderungen des demographischen Wandels besser zu entsprechen." Auch der beginnende Wirtschaftsaufschwung biete die Möglichkeit, die sozialen Sicherungssysteme auf einem anderen Weg zu stabilisieren als durch ständige Einschnitte und Kürzungen, so Niederland. (19.01.07)

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