Mehrheit der Studenten will keine Studiengebühren

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Studiengebühren:

Ablehnung von Studiengebuehren erneut bestaetigt. Mehrheit im Senat der FH Duesseldorf liess sich nicht umstimmen

Nicht nur am 22. Maerz 2007 hatte sich der Senat der Fachhochschule Duesseldorf in seiner Sitzung mehrheitlich gegen Studiengebuehren entschieden. Dem Antrag, das Thema Studiengebuehren nicht weiter zu behandeln, da das Thema bereits mehrfach intensiv diskutiert und vom Senat abgelehnt wurde, stimmten 11 von 18 anwesenden Senatsmitgliedern zu.

Diese demokratische Entscheidung wollte die Hochschulleitung der FH Duesseldorf nicht akzeptieren und uebte politischen Druck aus. Der Punkt Studiengebuehren wurde fuer die heutige Sitzung erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Doch auch dieses mal liessen sich 11 Senatsmitglieder nicht beirren und lehnten den vorgelegten Entwurf einer Studienbeitragssatzung ab. Hierzu Christiane Schmidt, Geschaeftsfuehrerin des bundesweiten Aktionsbuendnis gegen Studiengebuehren (ABS): "Nachdem sich Rektor Hans-Joachim Krause bei den Senatsmitgliedern bedankt hat, die fuer Studiengebuehren gestimmt haben, ist eines klar: Die ihm anvertrauten Studierenden der FH Duesseldorf und deren Meinung interessieren ihn herzlich wenig. Angesichts der einbrechenden Studierendenzahlen in NRW sollte klar sein, dass Studiengebuehren vor allem finanzschwache Menschen vor der Aufnahme eines Studiums zurueckschrecken lassen." Aktuell bekannt gegebene Zahlen einzelner Hochschulen in NRW belegen, dass nicht nur die AnfaengerInnenquote der SchulabgaengerInnen mit einer Hochschulzugangsberechtigung in NRW gesunken ist, sondern darueber hinaus sich im Vergleich zum Sommersemester 2006 deutlich weniger Studierende an ihren Hochschulen zurueckgemeldet haben.

Während der Sitzung wurde detailliert aufgefuehrt, in welchen Bereichen es der Hochschule finanziell mangelt. Mit dieser Darstellung wurde seitens der Hochschulleitung begruendet, dass die Einfuehrung von Studiengebuehren an der FH Duesseldorf unumgaenglich sei. "Den Studierenden in NRW ist absolut bewusst, dass die Hochschulen seit Jahren chronisch unterfinanziert sind. Um das finanzielle Defizit auszugleichen, sind Studiengebuehren jedoch ein absolut untaugliches Mittel. Eher ist es zwingend erforderlich, dass seitens der Landesregierung der Bildungsetat deutlich erhoeht wird. Dafuer sollten sich alle verantwortlichen verstaerkt einsetzen." so Christiane Schmidt abschliessend.

Das ABS wendet sich zu gegebenen Anlaessen an massgebliche BildungspolitikerInnen, vertritt seine Auffassungen bei Vortraegen, auf  Podien etc. und beobachtet intensiv die Entwicklungen rund um Studiengebuehren sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch international. Bislang haben sich ueber 200 Organisationen dem ABS angeschlossen. Die beteiligten Studierendenvertretungen repraesentieren ca. 1,7 der 2,0 Millionen StudentInnen hierzulande. Dem ABS gehoeren zudem unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), politische Jugend- und Hochschulorganisationen, der Bund demokratischer WissenschaftlerInnen (BdWi), das Bundesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt, die Evangelische Studierendegemeinde und als Einzelpersonen eine Reihe von WissenschaftlerInnen an. (25.04.07, ABS)

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