Hartz IV: Jobcenter schottet sich ab

Gegen-Hartz bei Google hinzufügen

"Aufgang ohne Aufforderung verboten": Wie sich das Jobcenter Zwickau vor Hilfesuchenden abschottet

15.12.2012

So manches Jobcenter meint seine eigenen Gesetze schaffen zu müssen. Wie die Erwerbslosen-Initiative Gegenwind e.V. berichtet, werden regelmäßig Hilfesuchende an der Informationstheke des Jobcenters Zwickau-Glauchau abgewimmelt. Wer dennoch versucht, einen Behördenmitarbeiter aufgrund einer dringlichen Angelegenheit zu sprechen, hat böse Konsequenzen zu fürchten. Denn am Eingang ist neuerdings ein großes Schild angebracht: „Bei Aufgang ohne Aufforderung verstoßen Sie gegen unsere Hausordnung. Vielen Dank für Ihr Verständnis“. Verstöße gegen die Hausordnung werden unter anderem mit Hausverbot geahndet. Verständnis für diese Art von Abschottung werden wohl die wenigsten Hartz IV Betroffenen haben.

Zusätzlich wurden an den Türen der Sachbearbeiter die Namen abgeschraubt. „Bloß keinen Kontakt mit den Kunden“ heißt anscheinend die neue Devise des Jobcenters in Zwickau. Die Arbeitslosen-Initiative "Gegenwind" meint dazu: „Langsam sinkt das schon nicht sonderlich hohe Niveau auf den Tiefststand. Da fragt man sich, wann der Boden erreicht ist.“ Wahrscheinlich noch lange nicht. (wm)

Eine wichtige Bitte in eigener Sache
Bitte unterstützt uns und fügt Gegen-Hartz.de zu euren bevorzugten Quellen hinzu. Damit erreicht ihr nicht nur, dass ihr uns häufiger auch bei Google seht, sondern helft damit, dass auch viele andere Menschen unsere unabhängigen News und Urteile sehen können. Geht einfach auf den Link und klickt dann "Auf Google folgen". Das wars schon und kostet natürlich nichts, aber hilft unserer Arbeit enorm! Vielen lieben Dank!
Gegen-Hartz unterstützen