Der Monatswechsel zu Februar 2026 ist für viele Versicherte mehr als ein Datum im Kalender. Er entscheidet für die Betroffenen darüber, ob der Rentenbeginn erstmals möglich wird, welche Rentenart greift und ob lebenslange Abschläge entstehen. Wer den Startmonat falsch setzt oder die Altersgrenze nicht exakt trifft, verankert Nachteile dauerhaft im Rentenbescheid.
Inhaltsverzeichnis
Regelaltersrente ab Februar 2026: Wer erstmals abschlagsfrei starten kann
In die Regelaltersrente können ab Februar 2026 erstmals Versicherte wechseln, die zwischen dem 2. November 1959 und einschließlich 1. Dezember 1959 geboren sind. Für diesen Jahrgang liegt die Regelaltersgrenze bei 66 Jahren und 2 Monaten, die Regelaltersrente läuft grundsätzlich abschlagsfrei. Der Rentenbeginn setzt in der Praxis oft erst im Folgemonat nach Erreichen der Altersgrenze ein, außer der Geburtstag fällt auf den Monatsersten.
Rentenstart im Februar: Warum der Geburtstag am Monatsersten entscheidend ist
Wer die Altersgrenze mitten im Monat erreicht, kann die Rente regelmäßig erst ab dem nächsten Monat erhalten. Genau deshalb verschiebt sich der „erste mögliche Rentenmonat“ vieler Betroffener in den Februar 2026, obwohl die Altersgrenze bereits im Januar erreicht wird. Wer den Antrag zeitlich falsch plant, riskiert Lücken im Übergang und eine unnötig komplizierte Nachberechnung.
Altersrente für schwerbehinderte Menschen: Neue Jahrgänge mit klaren Grenzen
Bei der Altersrente für schwerbehinderte Menschen greifen im Februar 2026 ebenfalls neue Stichtage, weil die Altersgrenzen stufenweise ansteigen. Für Versicherte, die 1964 oder später geboren sind, liegt der frühestmögliche Beginn bei 62 Jahren, dann jedoch mit Abschlägen, während die abschlagsfreie Altersgrenze bei 65 Jahren liegt.
Diese Rentenart setzt neben der Wartezeit von 35 Jahren einen Grad der Behinderung von mindestens 50 voraus, der zum Rentenbeginn nachgewiesen sein muss (§ 37 SGB VI).
Schwerbehindertenrente ab Februar 2026: Wer mit 62 starten kann und was es kostet
Ab Februar 2026 können Versicherte, die zwischen dem 2. Januar 1964 und einschließlich 1. Februar 1964 geboren sind, erstmals die Schwerbehindertenrente ab 62 Jahren beanspruchen. Der Preis ist hoch, weil für jeden Monat vor der abschlagsfreien Altersgrenze 0,3 Prozent dauerhaft abgezogen werden, sodass bei drei Jahren Vorziehung typischerweise 10,8 Prozent Abschlag entstehen. Diese Kürzung bleibt lebenslang und wirkt sich später auch auf Hinterbliebenenrenten aus.
Schwerbehindertenrente abschlagsfrei ab Februar 2026: Diese Geburtsmonate rücken nach
Ab Februar 2026 können schwerbehinderte Versicherte abschlagsfrei starten, wenn sie zwischen dem 2. Juli 1961 und einschließlich 1. August 1961 geboren sind und die 35-jährige Wartezeit erfüllen. Für diese Gruppe liegt die abschlagsfreie Altersgrenze bei 64 Jahren und 6 Monaten. Wer den Antrag zu früh stellt oder den Startmonat falsch wählt, verschenkt unter Umständen rentenrechtlich wertvolle Monate.
Altersrente für langjährig Versicherte: Februar 2026 bringt neue Berechtigte
Auch die Altersrente für langjährig Versicherte öffnet sich im Februar 2026 für neue Jahrgänge. Erstmals können Versicherte, die zwischen dem 2. Januar 1963 und dem 1. Februar 1963 geboren sind, ab 63 Jahren starten, wenn sie die Wartezeit von 35 Jahren erfüllen (§ 36 SGB VI). Der Rentenbeginn ist hier nicht abschlagsfrei, weil die Regelaltersgrenze für den Jahrgang 1963 bei 66 Jahren und 10 Monaten liegt und damit eine lange Vorziehung entsteht.
Abschläge bei Rentenstart mit 63: Warum Februar 2026 lebenslang nachwirkt
Für den Jahrgang 1963 bedeutet ein Start mit 63 Jahren einen Abschlag von 13,8 Prozent, weil 46 Monate vorgezogen werden. Die Kürzung entsteht aus 0,3 Prozent pro Monat vorzeitiger Inanspruchnahme und bleibt dauerhaft im Rentenbescheid verankert. Nach Rentenbeginn lässt sich diese Entscheidung regelmäßig nicht mehr „heilen“, weil der Anspruch monatsgenau festgeschrieben wird.
Altersrente für besonders langjährig Versicherte: Abschlagsfrei mit 45 Jahren Wartezeit
Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte bleibt 2026 für viele der strategisch wichtigste Weg, weil sie ausschließlich abschlagsfrei gezahlt wird (§ 38 SGB VI). Ab Februar 2026 rücken Versicherte nach, die zwischen dem 2. Juli 1961 und einschließlich 1. August 1961 geboren sind und die 45-jährige Wartezeit erfüllen. Sie können mit 64 Jahren und 6 Monaten starten, weshalb die Bezeichnung „Rente mit 63“ für diese Jahrgänge nicht mehr passt.
Tabelle: Februar 2026 im Überblick nach Rentenart und Jahrgang
Die Rentenberechtigung hängt nicht am Kalenderjahr allein, sondern am konkreten Geburtsdatum und an Wartezeiten. Genau deshalb entscheidet der Februar 2026 für manche über den ersten Startmonat, während andere trotz gleichem Jahrgang noch warten müssen. Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Rentenarten für den Rentenbeginn ab Februar 2026 ein.
| Rentenart | Wer kann ab Februar 2026 erstmals starten? |
|---|---|
| Regelaltersrente | Geboren 02.11.1959 bis 01.12.1959, abschlagsfrei mit 66 Jahren und 2 Monaten |
| Altersrente für schwerbehinderte Menschen, frühestmöglich | Geboren 02.01.1964 bis 01.02.1964, Beginn ab 62 mit typischerweise 10,8 % Abschlag, GdB 50 und 35 Jahre Wartezeit |
| Altersrente für schwerbehinderte Menschen, abschlagsfrei | Geboren 02.07.1961 bis 01.08.1961, Beginn mit 64 Jahren und 6 Monaten, GdB 50 und 35 Jahre Wartezeit |
| Altersrente für langjährig Versicherte | Geboren 02.01.1963 bis 01.02.1963, Beginn ab 63 mit 13,8 % Abschlag bei erfüllten 35 Jahren Wartezeit |
| Altersrente für besonders langjährig Versicherte | Geboren 02.07.1961 bis 01.08.1961, Beginn mit 64 Jahren und 6 Monaten, abschlagsfrei bei 45 Jahren Wartezeit |
Modell für die Praxis I: Regelaltersrente ab Februar 2026 richtig treffen
Erika ist am 15. November 1959 geboren und erreicht ihre Regelaltersgrenze von 66 Jahren und 2 Monaten am 15. Januar 2026. Weil der Geburtstag nicht auf den Monatsersten fällt, beginnt die Regelaltersrente für sie typischerweise erst ab Februar 2026. Heidrun sichert sich damit einen abschlagsfreien Start, wenn sie den Antrag so terminiert, dass der Rentenbeginn exakt auf den Februar fällt.
Modell für die Praxis II: Mit 63 ab Februar 2026 starten und 13,8 Prozent dauerhaft verlieren
Ansgar ist am 2. Januar 1963 geboren und erfüllt die 35-jährige Wartezeit, deshalb kann er die Altersrente für langjährig Versicherte nutzen. Sein frühester Start liegt im Februar 2026, weil er 63 im Januar 2026 vollendet und der Rentenbeginn in den Folgemonat rutscht. Ralf muss dabei 13,8 Prozent Abschlag hinnehmen, weil seine Regelaltersgrenze bei 66 Jahren und 10 Monaten liegt und die Vorziehung damit 46 Monate beträgt.
Typische Fehler im Februar 2026: Was Rentner im Antrag oft falsch machen
Viele setzen den Rentenmonat nach Gefühl und wundern sich später über Abschläge oder fehlende Monate. Andere prüfen Wartezeiten zu spät, obwohl gerade die 35 oder 45 Jahre über Abschlagsfreiheit entscheiden. Wer in den letzten Monaten vor Rentenbeginn noch Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Sonderzeiten hat, sollte besonders sorgfältig prüfen, welche Zeiten für welche Rentenart zählen.
FAQ: Typische Fragen zum Rentenbeginn ab Februar 2026
Welche Jahrgänge können ab Februar 2026 erstmals die Regelaltersrente beziehen?
Das betrifft Versicherte, die zwischen dem 2. November 1959 und einschließlich 1. Dezember 1959 geboren sind und die Regelaltersgrenze von 66 Jahren und 2 Monaten erreichen.
Warum startet die Rente oft erst im Folgemonat?
Die Altersgrenze muss erreicht sein, und bei Geburtstagen, die nicht auf den Monatsersten fallen, beginnt die Rente regelmäßig erst ab dem nächsten Monat.
Wer kann ab Februar 2026 mit 63 in Rente gehen?
Das betrifft Versicherte, die zwischen dem 2. Januar 1963 und dem 1. Februar 1963 geboren sind und die 35-jährige Wartezeit erfüllen, allerdings mit lebenslangen Abschlägen.
Welche Schwerbehinderten-Jahrgänge rücken ab Februar 2026 neu nach?
Für den frühestmöglichen Beginn mit 62 Jahren betrifft das Geburten vom 2. Januar 1964 bis 1. Februar 1964, während die abschlagsfreie Schwerbehindertenrente ab Februar 2026 für Geburten vom 2. Juli 1961 bis 1. August 1961 erreichbar wird.
Was ist der größte finanzielle Fehler beim Rentenstart im Februar 2026?
Der größte Fehler ist ein falscher Startmonat mit unnötigen Abschlägen oder ein übersehener Wartezeit-Mangel, der eine abschlagsfreie Rentenart verhindert.
Fazit: Februar 2026 ist ein Stichtag mit Dauerwirkung
Einige Jahrgänge können erstmals abschlagsfrei oder vorzeitig in Rente gehen, andere zahlen bei falscher Wahl lebenslange Abschläge. Wer Geburtsdatum, Wartezeiten und Startmonat sauber zusammensetzt, schützt die eigene Rente dauerhaft.




