Grundlos befristete Arbeitsverhältnisse abschaffen

Linke fordert Abschaffung von grundlos befristeten Arbeitsverhältnissen und die Überführung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

03.11.2014

„Langzeitarbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung bleiben weiter die Großbaustellen auf dem Arbeitsmarkt“, kommentiert Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, den Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) für Oktober. Nach der Verabschiedung des Mindestlohnes mit seinen zahlreichen Ausnahmeregelungen habe die Bundesregierung ihre „Hände in den Schoss gelegt“.

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Linke fordert nachhaltiges Programm zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit
„Wir brauchen aber zügige und nachhaltige Maßnahmen, um langanhaltende Erwerbslosigkeit zu bekämpfen und Billigjobs einzudämmen”, so Zimmermann weiter. Der Aktuelle Monatsbericht der BA verdeutliche den dringenden Handlungsbedarf. Über eine Million Menschen seien langzeiterwerbslos. Das entspreche 39 Prozent der Gesamtarbeitslosigkeit. Zwar würden im Dienstleistungssektor neue Arbeitsplätze geschaffen, diese seien jedoch häufig befristet oder unfreiwillig Teilzeitstellen sowie Minijobs. „Über die Hälfte der neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sind Teilzeitjobs. Laut Arbeitsmarktbericht üben mittlerweile 2,43 Millionen Menschen eine Zweitjob aus, 62.000 mehr als im Vorjahr“, kritisiert die Arbeitsmarktexpertin. „Die Bundesregierung muss endlich aktiv werden.“ Es werde ein nachhaltiges Konzept „zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit und zur Eindämmung prekärer Beschäftigung“ benötigt. „Dazu gehört die Abschaffung sachgrundloser Befristungen ebenso wie die Überführung von Minijobs in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.” (ag)

Bild: lichtkunst.73 / pixelio.de

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