Kindertag: Kinder und Eltern brauchen Perspektiven

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Kinder und Eltern brauchen Perspektiven

"Die Volkssolidarität begrüßt alle Initiativen der Bundesregierung zum Ausbau der Kinderbetreuung. Unser Verband unterstützt das mit seinen Möglichkeiten und wird als Träger von 381 Kindertagesstätten mit rund 37.000 Plätzen seinen Beitrag dazu leisten." Das erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Donnerstag in Berlin aus Anlass des Internationalen Kindertages am 1. Juni.

Winkler betonte: "Die Betreuung der Heranwachsenden ist eine Aufgabe, der sich unser Verband seit seiner Gründung vor über 60 Jahren verschrieben hat. Gerade die Kinder- und Jugendarbeit unseres Verbandes setzt mit ihren weder partei- noch konfessionsgebundenen Wertevermittlungen Akzente in der familienpolitischen Landschaft der Bundesrepublik."

Doch es bleibe mehr zu tun, als nur das Angebot an Betreuungsmöglichkeiten zu verbessern, erklärte der Verbandspräsident. Er verwies auf die Situation von fast 1,9 Millionen Kinder unter 15 Jahren, die in Familien, die auf ALG II und Sozialgeld angewiesen, aufwachsen. Das dürfe nicht hingenommen und müsse verändert werden. "Armut von Kindern ist immer Armut der Familien, in denen die Heranwachsenden leben." Wer wirklich etwas dagegen tun wolle, müsse unter anderem dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für Familien und Kinder verbessert werden, so Winkler.

Es seien die Kleinsten, die die Armut in den Familien zu spüren bekommen, sagte Winkler. "Das erlebt auch unser Verband in seinen Einrichtungen." Die Volkssolidarität werde sich engagiert dafür einsetzen, diese Situation zu verbessern. "Aber als Sozial- und Wohlfahrtsverband können wir nicht die Löcher stopfen, die durch die fortgesetzte Politik des Sozialabbaus gerissen werden." Die Volkssolidarität fordere stattdessen eine Politik für Kinder und Eltern, die allen eine sichere Zukunftsperspektive biete. (31.05.07)

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