Hartz IV: Entwarnung bei Thomas Müller

"Lage entschärft:" Bewegung im Streit mit der ARGE Nürnberg und Thomas Müller

Nürnberg / Frankfurt. (teen). 6. Februar 2007
Im Streit des schwer kranken Mannes Thomas Müller, der acht Operationen hinter sich hat und der zuständigen ARGE Nürnberg gibt es jetzt offenbar eine Bewegung vielleicht in die richtige Richtung.

Der hilfesuchende Mann wird zumindest vorerst nicht obdachlos werden müssen. Nach den Informationen von Thomas Müller übernimmt das Sozialamt der Stadt die Kosten bis zum Gerichts-Termin am 14. Februar.

Bereits am 3. Februar teilte der schwerkranke Mann, dessen Freude noch mehr von Skepsis überschattet wird, mit: "Das Sozialamt hat entschieden, die Zahlungen zu übernehmen bis die Angelegenheit mit der ARGE geklärt ist. Damit ist die Lage derzeit entschärft und auch die Wohnung gesichert. Am 14 Februar ist der erste Termin mit dem Sozialgericht zur Klärung der Lage zwischen ARGE und Sozialamt, damit ich dabei nicht unter die Räder komme.

Die Nürnberger Zeitung hilft sehr, daß die Sache ins Reine kommt und ich endlich Ruhe bekomme um gesund zu werden. Die Aktion der ARGE hat meine Therapie massiv gestört und den Erfolg letztendlich unmöglich gemacht. Ich werde daher 6 Monate nach Beendigung der jetzigen Klinikzeit ein weiteres Mal für 6 Wochen in die Klinik müssen. Der Schock über die Leistungseinstellung hat zu Bewußtlosigkeit geführt und durch den folgenden Sturz zu einer Knieverletzung.

Der Sinn der ARGEn soll ja sein, Leute in Arbeit zu bringen und nicht dafür zu sorgen, daß sie noch länger arbeitsunfähig sind.", teilte der Mann in Not mit, dessen Freude verhalten ist.

Unterdessen informierte der Journalist und Herausgeber der Nachrichten-Agentur 3mnewswire.org, Andreas Klamm, dass die Zeichnungs-Aktion für die Unterstützung von Thomas Müller aus Nürnberg solange weitergehen werde, bis eine krisensichere Grundsicherung unter Berücksichtigung des Gesundheits- oder auch Krankheits-Zustandes des Mannes gerichtlich oder auch außergerichtlich gesichert ist.

"Ziel des überkonfessionellen, christlichen Dienstes IFN International Family Network d734 ist es nicht politische Systeme zu verändern, sondern Menschen in Not zu helfen soweit möglich. Auf das Hilfe-Gesuch von Thomas Müller mussten wir reagieren. Zeitgleich versuchen wir auch für den schwer kranken Hans-Jürgen Graf, ebenfalls aus Nürnberg eine Hilfe zu organisieren. Leider fehlen dem Dienst die finanziellen Mittel. Hans-Jürgen Graf braucht dringend ein Krankenbett aufgrund schwerer Rückenleiden und eine krisensichere finanzielle Grundsicherung. Leider befinde ich mich selbst aufgrund von chronischen Erkrankungen und Behinderung in schwerer Not, sonst würde ich gerne mehr helfen. Auch mir persönlichen fehlen vor allem die finanziellen Mittel.", so der Journalist. (06.02.07)

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