Wieder geschönte Arbeitslosenstatistik

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Und täglich grüßt das Murmeltier: BA manipuliert wieder Arbeitslosenstatistik

11.07.2016

Der Bundesagentur vor Arbeit zufolge sank die Zahl der Arbeitslosen im Mai um 80.000 auf 2,664 Millionen – das sei der niedrigste Wert seit 25 Jahren. Zudem entwickle sich der Arbeitsmarkt positiv, so BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

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Die Zahl der Jobsuchenden sinke weiter, die Beschäftigung nehme kräftig zu, und die Nachfrage steige. Von der Witterung abhängige Branchen stellten vermehrt Mitarbeiter ein.

Kritik gibt es von der Partei DIE LINKE. Sie hält diese Darstellung für geschönt: In Wirklichkeit seien viel mehr Menschen arbeitslos. Ein Großteil der Erwerbslosen würde nicht gezählt oder durch Tricksereien aus der Statistik entfernt.

Zum Beispiel würden Arbeitslose, die einen Ein-Euro-Job hätten, sich weiterbildeten oder krank seien, nicht als arbeitslos gezählt. Damit fielen 864.173 Menschen aus der Statistik. Tatsächlich arbeitslos seien im Mai 2016 also 3.528.187 Menschen. Dazu kämen circa 300.000 Menschen ohne Arbeit, die sich nicht als arbeitslos registrieren ließen.

Die Zahl der Erwerbslosen wäre real nicht um 256.407, wie von der BA behauptet, sondern lediglich um 125.130 gesunken.

Als Fazit bleibt: Je mehr Hartz-IV-Abhängige in Ein-Euro-Jobs oder „weiterbildende Maßnahmen“ gepresst werden, umso weniger Arbeitslose zählt die Bundesagentur für Arbeit. (Dr. Utz Anhalt)

Bild: burnhead – fotolia

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