Immer mehr Renten auf Hartz IV Niveau

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Rente in Deutschland: Viele Menschen im Rentenalter leben unterhalb der Armutsgrenze

Die aktuellen Zahlen zur Rentenhöhe sind erschienen und diese sind erschreckend. Jede zweite gesetzliche Rente in Deutschland liegt zum Teil weit unter 900 EUR im Monat, wie eine kleine Anfrage der Linksfraktion an die Bundesregierung ergab. Das entspricht der Hartz IV Höhe, wenn man die durchschnittlichen Mietkosten hinzu rechnet.

8 Millionen Menschen in Deutschland unter die reguläre Armutsgrenze

“Die Mehrheit der Rentnerinnen und Rentner erhält gesetzliche Renten unterhalb der Armutsschwelle“, kritsiert hierzu Sabine Zimmermann, Sozialexpertin der Fraktion “Die Linke”. Laut den vorliegenden Zahlen beziehen 44 Prozent der Rentner unter 800 EUR. Das bedeutet, dass 8 Millionen Menschen in Deutschland unter die reguläre Armutsgrenze fallen. 58,6 Prozent der Rentner/innen erhalten weniger als 1000 EUR im Monat. Hierbei handelt es sich um den Betrag, der nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge von etwa 10 Prozent und vor Steuern ausgezahlt wird.

Allerdings verfügen viele Rentner zusätzlich zur eigenen Altersrente auch über ein Partnereinkommen oder eine Hinterbliebenenrente. Das wiederrum erhöht das Haushaltseinkommen der Rentner. Das bedeutet, dass Rentner-Paare gegenüber alleinstehenden Rentner deutlich besser gestellt sind.

Risiko alleinstehende Frau

Verheiratete ältere Frauen im Westen konnten durch Erwerbsarbeit durschnittlich nur eine eigene Altersrente von 692 Euro erlangen. Das bedeutet, dass diese Frauen ohne Partnereinkommen oder Hinterbliebenenrente unter Hartz IV fallen und zusätzlich Grundsicherung im Alter beantragen müssen.

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Bestimmte Lebenslagen können laut der Zahlen aus dem Bericht dazu führen, dass bestimmte Menschen verarmen. Geschiedene Rentner haben es schwerer, als Ledige. Jede vierte alleinstehende Rentnerin im Westen hat demnach weniger als 1000 EUR monatlich zur Verfügung. Im Osten befinden sich aber nur 19 Prozent der Rentnerinnen in dieser veramten Situation. Als Folge der Arbeitslosigkeit nach der Wende sind 24 Prozent der älteren Männer im Osten in gleicher Lage.

Hohe Mietkosten verschlingen Rente

Oftmals wird auch der Tod des Partners als Risiko der Verarmung unterschätzt. Lebten die Partner zuvor in einer Mietswohnung, muss der verbliebene Partner die Miete nach dem Tod des Partnerns allein bezahlen. So zeigte eine Studie der DIW, dass 38 Prozent der Rentner mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für den Mietzins berappen müssen. Für Ernährung und Freizeit bleibt dann kaum noch etwas übrig.

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