Deutsche Rentenversicherung: Grundrente bekämpft keine Altersartmut

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Die sogenannte Grundrente wurde zum Jahresbeginn 2021 eingeführt, erste Auszahlungen erfolgten im Spätsommer. Wie zu erwarten, ist die Enttäuschung groß. Die Deutsche Rentenversicherung bewertet den nötigen Mehraufwand im Vergleich zu der tatsächlichen Verbesserung der Situation der Betroffenen als unverhältnismäßig hoch und bescheinigt, dass die Grundrente kein Instrument zur Bekämpfung von Altersarmut ist.

Grundrente häufig deutlich geringer als Modellrechnungen

Unzählige Beispiele, die unter anderem der Sozialverband VdK gesammelt hat, zeigen, dass die meisten Betroffenen deutlich weniger Grundrentenzuschläge erhalten, als die Modellrechnungen der Deutschen Rentenversicherung suggerieren. Die besseren Zuschläge betragen höchstens 70 bis 100 Euro, so der VdK, die meisten jedoch aber im deutlich geringeren, ein- bis zweistelligen Bereich. Dies sei „definitiv nicht die Unterstützung, die viele Menschen erwartet haben“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele.

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Grundrente bringt nichts gegen Altersarmut

Auch die Rentenversicherung hat dies inzwischen öffentlich eingesehen. Reinhold Thiede, Leiter des Geschäftsbereiches Forschung und Entwicklung bei der DRV sagte bei einer Online-veranstaltung, dass die Grundrente kein instrument zur Bekämpfung von Altersarmut sei. Stattdessen gehe es um Anerkennung und Respekt gegenüber der Lebensleistung.

Der Austausch zwischen Finanzämtern und Rentenversicherung laufe entgegen der Befürchtungen sehr gut. Problematisch sei jedoch, aufgrund der komplizierten Ermittlung von Anrechnungszeiten, zu ermitteln, welche Ansprüche Betroffene überhaupt hätten. Gerade über Bestandsrenten vor 1992 in der ehemaligen DDR seien quasi keine Daten verfügbar.

Bild: Zadvornov / AdobeStock

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