Unzählige Wohngeld-Anträge sind verschwunden

Wie die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten in Schlewig-Holtstein berichtet, ist gerade jetzt der “Worst-Case” eingetreten. Weil ein Systemfehler aufgetreten ist, sind unzählige Anträge auf Wohngeld verschwunden. Die Bewilligung von Wohngeld-Leistungen ist somit nicht umsetzbar.

Durch die Wohngeld-Reform hat sich der Empfängerkreis von Wohngeld-Berechtigten stark vergrößert. Weil die Inflation viele Haushalte unter finanziellem Druck stellt, ist vor allem jetzt eine schnelle Bearbeitung wichtig.

Betroffen sind online gestellte Anträge

Betroffen sind alle, die einen Wohngeld-Antrag online gestellt haben. Ein Systemfehler hat die Beantragung bzw. Übermittlung des Antrages verhindert. Das bedeutet, dass bereits gestellte Anträge nicht an die Wohngeld-Stellen übermittelt wurden. mmm

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Wie groß das Ausmaß ist, konnte nicht beziffert werden, da unklar ist, wie viele Anträge nicht übermittelt wurden. „Das Fatale ist, dass die Betroffenen noch nicht über diesen Fehler informiert wurden“, so El Samadoni heute in Kiel.

Antragsteller müssen selst aktiv werden

Wohngeld-Berechtigte, die bislang keine Eingangsbestätigung erhalten haben, sollen sich an die jeweilige Wohngeldstelle persönlich wenden. Dort sollen sie erfragen, ob der Wohngeld-Antrag eingegangen ist, rät die Bürgerbeauftragte.

Das kann per Mail, Fax oder schriftlicher Eingangsbestätigung erfolgen, ist das Wohngeldamt nicht erreichbar, kann der Antrag bei jeder anderen Sozialbehörde oder auch Kommunalbehörde gestellt werden, diese sind nach § 20 Abs. 3 SGB X Entgegennahmepflichtig und nach § 16 Abs. 2 SGB I Weiterleitungspflichtig, rät Harald Thomé von Tacheles e.V.

Systemfehler passiert zur Unzeit

„Diese Computer-Panne passiert zur Unzeit“, kritisert die Bürgerbeauftragte. „Gerade jetzt stehen viele Menschen unter finanziellem Druck und benötigen dringend eine schnelle Bewilligung des Wohngelds – das fällt den Kommunen schon ohne technische Probleme schwer genug.“

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