Hartz IV: Sofortzuschlag für 2,7 Millionen Kinder als Überbrückung zur Kindergrundsicherung

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Die Regierung aus SPD, FDP und Grünen will durch die Einführung einer Kindergrundsicherung die Lage von Kindern und Jugendlichen in Armut verbessern. Bis zu deren Einführung will die neue Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) einen Sofortzuschlag als Überbrückung auszahlen.

Sofortzuschlag soll Kindern und Jugendlichen in Armut helfen

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel hat bei ihrer Amtsübernahme erklärt, dass bis zur Einführung der Kindergrundsicherung gemeinsam mit dem Bundesarbeitsministerium zügig ein Sofortzuschlag für Kinder und Jugendliche in Armut ausgezahlt werden solle. Dieser Sofortzuschlag war von den Ampelparteien als Übergangslösung im Koalitionsvertrag vereinbart worden. Die Höhe des geplanten Zuschlags blieb derweil noch offen. Der jeweilige Betrag soll aber offenbar nach Alter der Kinder gestaffelt sein. Der Zuschuss sei insbesondere „in Corona-Zeiten ein wichtiger Schritt, um etwas ganz konkret für Kinder und Jugendliche zu tun“, sagte die Ministerin.

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Kindergrundsicherung soll Kinderarmut in Deutschland nachhaltig bekämpfen

Die kommende Kindergrundsicherung soll durch die Zusammenlegung von verschiedenen Leistungen, die dann automatisch ausgezahlt werden sollen, die Lage von Kindern und Jugendlichen in Armut verbessern. „Bisher gab es mit rund 150 Maßnahmen einen Dschungel an Familienleistungen“, sagte Spiegel.

„Künftig soll ein Antrag zur Geburt des Kindes genügen, um Familien mit kleinem Einkommen unbürokratisch zu unterstützen.“ Aufgrund der Unübersichtlichkeit und bürokratischer Hürden haben viele Anspruchsberechtigte oftmals entsprechende Leistungen nicht beantragt. Die Kindergrundsicherung wird sich aus einem festen Pauschalbetrag und einkommensabhängigem Aufschlag zusammensetzen.

Bild: Jacob Lund / AdobeStock

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