Hartz IV: Bund streicht Jobcenter die finanziellen Mittel

Die finanziellen Mittel der Jobcenter wurden in den letzten Jahren gekürzt. Grund für die Kürzung war die sinkende Arbeitslosenzahl. Problem ist nur, dass die Verwaltungskosten der Jobcenter trotzdem angestiegen sind. Das dem Jobcenter zur Verfügung stehende Geld reicht nicht aus.

Aufgaben des Jobcenters

Arbeitslose und Arbeitssuchen werden durch das Jobcenter betreut. Gerade bei Langzeitarbeitslosen ist der Arbeitsaufwand für Jobcenter-Mitarbeiter höher, denn die Gründe für die Langzeitarbeitslosigkeit sind vielfältig. Gerade bei diesen Hartz IV-Bezieher ist ein enger Kontakt erforderlich.

Bürokratieanteil nimmt zu

Im Jahr 2005 bestand die Erwartung aber auch die Anforderung der Jobcentermitarbeiter darin, dass 40 Prozent der Arbeit auf den Bürokratieanteil fällt und sich die Fallmanager mit 60 Prozent ihrer Arbeitszeit um den Hartz IV-Bezieher kümmert. Dieser Erwartung konnte jedoch nicht erfüllt werden. Vielmehr müssen Jobcenter-Mitarbeiter einen Großteil ihrer Arbeitszeit in die Bürokratie stecken.

Flüchtlingswelle als Grund für die Überlastung der Jobcenter

Auch die Flüchtlingswelle hat dazu beigetragen, dass Jobcenter-Mitarbeiter immer weniger Zeit für jeden einzelnen Hartz IV-Empfänger haben. Sobald der Asylantrag bewilligt wurde, fallen diese Personen nämlich in den Hartz IV-Bezug. Hier besteht gerade die Herausforderung der Sprachvermittlung, aber auch der Vermittlung von der deutschen Kultur. Diese neue Aufgabe nimmt zusätzlich viel Zeit in Anspruch, die die Jobcenter-Mitarbeiter eigentlich nicht haben.

Jobcenter fordern Unterstützung vom Bund

Aufgrund der sinkenden Arbeitslosenzahlen hat der Bund die finanziellen Mittel der Jobcenter im weiter gekürzt. Die Verwaltungskosten der Jobcenter steigen jedoch durch andere Tarifverträge und eine steigende Zahl von Mitarbeitern immer weiter an. Jobcenter fordern daher vom Bund mehr finanzielle Mittel aber auch weniger Bürokratie.

Gesetzgebung belastet die Jobcenter

Die ständige Gesetzgebung des Bundes soll Jobcenter-Mitarbeiter eigentlich entlasten. Entlastung tritt jedoch nicht ein. Vielmehr müssen sich Jobcenter-Mitarbeiter mit immer mehr neuen Details und Sachverhalten auseinandersetzen. Dies geht zu Lasten der Hartz IV-Empfänger, denn Bescheide werden hierdurch häufig erst zu spät, gar nicht oder fehlerhaft bearbeitet.

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