Freiwillig in die Rente einzahlen – Lohnt sich das wirklich?

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Wer in die Schule geht oder studiert kann deshalb Zeiten bei der Rentenversicherung nicht angerechnet bekommen. Dies lässt sich durch freiwillige Beiträge aufstocken. Ist das sinnvoll?

Wie lange lässt sich für die Ausbildung nachzahlen?

Das Minus an Wartezeiten durch Zeiten der schulischen Ausbildung kann nur bis zum Alter von 45 Jahren ausgeglichen werden. Sie sollten hier rechtzeitig klären, für welche Zeit Sie nachzahlen können.

Wann lohnen sich freiwillige Beiträge für die Rentenversicherung?

Als Angestellter ist die gesetzliche Rentenversicherung die Basis für die Altersvorsorge. Freiwillige Rentenbeiträge sind dann sinnvoll, wenn Sie bereits wissen, dass Ihre Rente niedrig ausfallen wird oder Sie sogar wegen fehlender Wartezeiten garkeine Rente bekommen.

Was bedeutet Wartezeit?

Als Wartezeit bezeichnet werden die Monate und Jahre, in denen Sie bei der Rentenversicherung registriert waren, also Beiträge geleistet haben oder beitragsfreie Zeiten wie zum Schwangerschaft angerechnet werden.

Diese beträgt fünf Jahre, um überhaupt einen Anspruch auf eine gesetzliche Rente zu bekommen, und 35 Jahre, um als langjährig Versicherte vorzeitig mit Abzügen in Rente zu gehen.

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Wie enstehen Lücken bei den Wartezeiten?

Wartezeiten können bei einem Studium oder einer schulischen Ausbildung enstehen. Bei beruflichen Ausbildungen sind Sie gewöhnlich pflichtversichert. Wenn Sie über das 25. Lebensjahr hinaus studieren, ohne daneben in sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten in die Rente einzuzahlen, dann wird dies nicht als Wartzeit gerechnet.

Auch bei einer Selbstständigkeit zwischen zwei Angestelltenverhältnissen wird diese nicht als Wartezeit angerechnet.

Schule und Ausbildung

Freiwillige Rentenbeiträge sind sinnvoll, wenn Sie länger als acht Jahre zur Schule gingen, und Ihnen deshalb Wartezeit fehlt. Auch wenn Sie mit 16 Jahren in der Schule waren oder eine schulische Ausbildung machten, lohnen sich freiillige Beiträge für dieses Jahr.

Vorzeitig in Rente?

Freiwillige Beiträge lohnen sich auch, wenn Sie über 50 Jahre alt sind, gerne früher in Rente gehen, aber im Alter nicht mit knapper Kasse dastehen möchten. Dann können Sie freiwillige Sonderzahlungen leisten und somit die Rente erhöhen.

Wer kann Wartezeiten auffüllen?

Um fehlende Wartezeiten durch freiwillige Beiträge auszugleichen, müssen Sie erst einmal in der gesetzlichen Rentenversicherung sein. Sie können zwar auch als Selbstständiger freiwillig einzahlen, dann gelten aber andere Regelungen.

Außerdem dürfen Sie 45 Jahre nicht überschritten haben. Danach ist es nicht mehr möglich, Wartezeiten auszugleichen.

Die Rente nach dem 45. Lebensjahr erhöhen

Sie können aber auch nach dem 45. Lebensjahr die Rente durch freiwillige Zahlungen verbessern. Ab dem 50. Lebensjahr lassen sich Rentenpunkte kaufen. Dies dient dem Ausgleich von Abzügen bei einer vorgezogenen Altersrente.

Abschläge durch Sonderzahlung ausgleichen

Wer als langjährig Versicherter 35 Jahre Wartezeit gesammelt hat, kann mit Abschlägen ab dem 63. Lebensjahr in Rente gehen. Diese Abschläge betragen pro Monat, den Sie früher in den Ruhestand eintreten, 0,3 Prozent, und das Minus bleiben für den Rest Ihres Lebens. Ab dem 50. Lebensjahr können Sie sich zusätzliche Rentenpunkte kaufen und durch Sonderzahlungen die Rentenkürzung ausgleichen.

Müssen Sie früher in Rente gehen?

Dieser Kauf von Rentenpunkten ab dem 50. Lebensjahr ist nicht daran gebunden, vorzeitig mit Abschlägen in den Ruhestand treten zu müssen. Sie können also auch beim Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Dann bekommen Sie durch Ihre freiwlligen Zahlungen ab dem 50. Lebensjahr einen Zuschlag auf Ihre reguläre Rente.