Coronavirus – Hamsterkäufe verursachen Krise bei den Tafeln

Hamsterkäufe verursachen sehr viel weniger Spenden bei den Tafeln

Immer mehr Menschen infizieren sich mit dem Corona-Virus. Das bekommen nunmehr auch Hartz IV und Sozialhilfe Bezieher direkt zu spüren. Denn durch Hamsterkäufe in den Supermärkten sind günstige Lebensmittel vergriffen und bei den Tafeln kommen sehr viel weniger Spenden an. Betroffen sind rund 1,6 Millionen Menschen, die sich regelmäßig über die Tafeln versorgen.

Leere Regale weniger Spenden

Die Tafel in Deutschland gleichen den viel zu geringen Hartz IV Regelsatz auf. Vor allem Familien sind auf die Spenden der Tafeln in Deutschland angewiesen. Doch der Bundesverband der Tafeln schlägt Alarm. Gegenüber der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Montagsausgabe) sagte der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl: “Mehrere Tafeln haben zum Teil deutlich weniger Lebensmittel erhalten.” Verantwortlich hierfür machte Brühl die Hamsterkäufe von besorgten Bürgern, die einer Corona-Krise vorbeugen wollen. Weil die Regale zum Teil leergefegt sind, spenden die Supermärkte sehr viel weniger an die Tafeln.

Arme Menschen können keine Vorräte anlegen

Die Tafeln müssten daher improvisieren und können dem Einzelnen weniger geben, so Brühl. Hartz IV Beziehende können sich keine Vorräte zulegen, da sie sich diese schlichtweg nicht leisten können. So empfielt zwar das Bundesamt für Katastrophenschutz das Anlegen von Notvorräten, Zuschüsse für Leistungsberechtigte gibt es dennoch nicht. Denn die Regelleistungen sehen soetwas nicht vor.

Aufruf an die Hamsterkäufer

Der Bundesverband der Tafeln regt nunmehr an, Bürger die zu viele Vorräte gekauft haben, diese den Tafeln zu spenden. “Wer merkt, dass er doch zu viele lang haltbare Vorräte gekauft hat, kann sich gerne an die Tafel in seiner Stadt wenden.” Es ist aber davon auszugehen, dass dieser Aufruf kaum Gehör findet, da die Corona-Krise nach Angaben der Bundesregierung noch lange nicht überstanden ist.

Hartz IV abschaffen?

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