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Journalistenverband lehnt Hartz IV Jubel Presse ab

Der Deutsche Journalisten-Verband warnt vor dem PR Dienst "Themendienst" der Bundesagentur für Arbeit

Nach dem die Initiativen Erwerbslosen Forum Deutschland und gegen-hartz.de in einer Pressemitteilung den neuerlich eingeführten PR Pressedienst der Bundesagentur für Arbeit (BA) scharf kritisierten, schaltet sich nun auch der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) in die laufende Diskussion ein. "Die Bundesagentur für Arbeit versucht, die redaktionelle Berichterstattung von Zeitungen, Zeitschriften, Online-Medien und Radiosendern in ihrem Sinne zu beeinflussen", konstatierte DJV-Verbandschef Michael Konken. Der Journalistenverband warnt nun eindringlich alle Journalisten vor dem sogenannten Themendienst der BA und fordert dazu auf, das offerierte Material "links liegen zu lassen".

"Wer diese Texte, Fotos und Radiobeiträge zu den Bedingungen des Bundesagentur verwendet, ohne deutlich zu machen, dass es sich um interessengeleitete Beiträge handelt, verstößt gegen die journalistische Sorgfaltspflicht." Der Bundesagentur für Arbeit warf Konken vor, dass sie die immer dünner werdende Personaldecke in den Redaktionen für ihre Zwecke auszunutzen versuche. "Von einer staatlichen Einrichtung erwarten wir die strikte Beachtung medienethischer Grundregeln", sagte Konken. Er forderte die BA auf, die Themendienste in dieser Form unverzüglich einzustellen und die journalistische Unabhängigkeit zukünftig zu respektieren. (03.11.2009)

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