Studiengebühren: Deutsche Bank statt Demokratie

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Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) kritisiert gestrige Sitzung des Mannheimer Universitaetsrates im Frankfurter Bankhaus

Der Universitätsrat der Universität Mannheim tagt gestern in den Büroräumen der Deutschen Bank in Frankfurt, um über die Schliessung der philosophischen Fakultaet und der Abschaffung der technischen Informatik, sowie ueber Kuerzungen im Fachbereich Mathematik zu entscheiden. Damit ist das Ziel der Hochschulleitung klar erkennbar, die Universitaet Mannheim wieder in eine Business School zu verwandeln, welche sie vor 40 Jahren schon gewesen war. Ein weiterer Tagesordnungspunkt fuer die Universitaetsratssitzung ist die Verwendung von Studiengebuehren an der Universitaet Mannheim.

Augenscheinlich aus Angst vor Protesten, tagt der Universitätsrat der Uni Mannheim demonstrativ in den Räumlichkeiten der Deutschen Bank und nicht auf dem Gelaende der Universitaet selbst. Dazu Friederike Beier vom Aktionsbuendnis gegen Studiengebuehren hierzu: "Ein sinnfaelliger Ort fuer entsprechende Entscheidungen. In einem Buero der deutschen Bank wird entschieden, dass wieder einmal die Ware "Bildung" kapitalistischer Verwertungslogik unterworfen werden soll."

Aus Sicht von ABS und fzs wird dabei besonders deutlich, dass es schon lange nicht mehr um die Belange von Studierenden geht, sondern um die Profitinteressen einzelner Privatunternehmen.

Waehrend im Gebäude der Deutschen Bank über Faecherschliessungen und die Verwendung von Studiengebuehren beschlossen wird, koennen sich private Kreditunternehmen, wie die Deutsche Bank, darueber freuen, in Zukunft von hoch verzinsten Bildungskrediten, die Studierende mit einem Schuldenberg bis zu 20 000 Euro belasten, zu profitieren.

"Die Finanzierung von Bildung ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und darf nicht der Profitgier der Privatwirtschaft zum Opfer fallen.", stellt Konstantin Bender vom Vorstand des freien zusammenschluss von studentInnenschaften dazu in Frankfurt fest.

Die Studierenden haben mit ihren Protesten in den letzten Semestern gezeigt, dass sie mit dieser neoliberalen Politik nicht einverstanden sind und werden ihre Proteste auch im kommenden Semester weiterfuehren. Aus diesem Grund sind in Frankfurt auch heute wieder Studierende aus Baden-Wuerttemberg und Hessen auf der Strasse.

Aus Sicht von ABS und fzs heisst es gemeinsam gegen Tendenzen dieser Art in der Bildungspolitik vorzugehen und weiterhin dagegen zu demonstrieren, zu klagen und zu boykottieren, um somit Druck auf die politischen EntscheiungstraegerInnen auszuueben.

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