SPD beschäftigt Zeitarbeitnehmer zu Niedriglöhnen

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SPD und Zeitarbeit

Die Sozialdemokratische Partei Deutschland (SPD) beschäftigt Zeitarbeitnehmer zu Dumpinglöhnen

Wie ernst ist es der SPD mit den gesetzlich- vorgeschriebenen Mindestlöhnen, könnte man sich angesichts dieser Tatsachen durchaus fragen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" beschäftigt die SPD Zeitarbeitsnehmer. Diese werden in den Büros der SPD Parlamentsvertretung beschäftigt. Ganz entgegen dem sozialen Image der SPD, müssen die eingesetzten Zeitarbeitsnehmer mit teilweise 6,50 Euro in der Stunde nach Hause gehen, wenn diese sich in der Probezeit befinden. Nach der Probezeit erhalten die Beschäftigten schlappe 6,70 Euro. Die Arbeitnehmer mit den Dumpinglöhnen werden z.B. als Sekretärinnen der Abgeordneten eingesetzt. Nach Angaben der Gewerkschaft DGB liegt der durchschnittliche Lohn für Sekretäre/innen bei mindestens 7,03 Euro.

Hat die SPD davon nichts gewußt oder wurde versucht, diese Tatsache nicht öffentlich zu machen. Wie schon oft berichtet, wird die Arbeitsleistung des Zeitarbeitsnehmers stark durch die Zeitarbeitsfirmen ausgebeutet. So zahlt die SPD den Zeitarbeitsnehmern 17,33 Euro für eine eingesetzte Mitarbeiterin. Die Differnenz zwischen ausgezahlten Lohn und tatsächlichen Verdienst, ist wie üblich bei Zeitarbeitsfirmen überdimensional. Die Frage liegt offensichtlich bei diesem Skandal auf der Hand: Kann sich die SPD keine Mitarbeiter/innen erlauben, die fest eingestellt sind? So krankt die Glaubwürdigkeit für gesetzliche Mindestlöhne enorm. Denn der "Spiegel" hat noch etwas pikantes entdeckt: Die Zeitarbeitnehmer, die bei der Bundes- SPD eingesetzt sind, sind tariflich gebunden an den Tarifvertrag des Christlichen Gewerkschaftsbundes. Dieser wird von vielen SPD-Politikern gemeinhin als Mitarbeiter-unfreundlich dargestellt. Der Christliche Gewerkschaftsbund ist dafür bekannt, sehr Unternehmensfreundliche Tarife auszuhandeln und steht der CDU ziemlich nahe.

Die SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Ute Kumpf will nach Veröffentlichung des Artikels Gespräche mit der Zeitarbeitsfirma führen, damit die Löhne erhöht werden. Sollte dies nicht gelingen, kündigte Kumpf an, die Verträge mit der Firma zu kündigen.

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