Rente, Krankenkasse und Pflege: Bis zu 1368 Euro mehr

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2025 müssen Beitragsleister deutlich mehr einzahlen – bei der gesetzlichen Rentenversicherung, der Pflege- und Krankenversicherung. Womit müssen Sie rechnen? Wie kommt es zu den vermutlich deutlich höheren Zahlungen? Warum erwarten Rentner besondere Einschnitte? Was können Sie tun?

Höhere Zusatzbeiträge bei den Krankenkassen

Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) schätzt, dass sich die Zusatzbeiträge der Krankenversicherung im Schnitt um 0,8 Prozent erhöhen werden und damit 2,5 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens betragen.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung geht von einer durchschnittlichen Erhöhung der Zusatzbeiräge um 0,6 Prozent bei den Krankenkassen, und um 0,2 Prozent bei den Pflegebeiträgen aus.

Auch Steigerungen der Pflegebeiträge um 0,6 Prozent gelten als im Bereich des Möglichen.

Höhere Zahlungen für die Rente

2025 wird die Höhe des jährlichen Einkommens die nötig ist, um einen Rentenpunkt zu bekommen, deutlich erhöht, nämlich auf 50.493 Euro. 2024 sind es in den alten Bundesländern 45.358 Euro.

Die Beitragsbemessungsgrenze erhöht sich ebenfalls. 2024 liegt sie bei 7.450 Euro im Monat in den neuen, und bei 7.550 Euro in den alten Bundesländern. 2025 erhöht sie sich auf 8.050 Euro.

Damit steigt die jährliche Höchstgrenze der Beiträge auf 749 Euro statt derzeit 702 Euro, und damit entsteht ein Mehrbetrag von 564 Euro pro Jahr.

Auch die Beitragsbemessung bei der Krankenkasse steigt

Auch die Grenze bei der Beitragsbemessung der Krankenkasse verschiebt sich nach oben. 2025 steigt sie auf 66.150 Euro pro Jahr. In diesem Jahr liegt sie bei 66.150 Euro.

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Monatlich erhhöht sie sich damit auf ein Einkommen von 5512, 50 Euro statt wie jetzt 5512,50 Euro zu betragen. Damit erhöhen sich die Spitzenbeiträge um 55 Euro pro Monat.

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Rentner werden doppelt belastet

Die erhöhten Beiträge treffen besonders Rentner und Rentnerinnen. Denn diese müssen, wenn sie mehrere Einkommen haben, doppelt höhere Krankenkassenbeiträge zahlen. Praktisch bedeutet das für die Betroffenen eine Rentenkürzung.

Welche höheren Belastungen müssen Rentner erwarten?

Rentner zahlen nur die Hälfte der Krankenkassenbeiträge, die Beiträge zur Pflege müssen sie jedoch selbst zahlen. Voraussichtlich bedeutet das: Wer eine Bruttorente von 1.200 Euro pro Monat bezieht, muss 2025 rund sechs Euro mehr für Krankenversicherung und Pflege bezahlen als in diesem Jahr.

Was bedeutet das bei der jeweiligen Rente?

Bei durchschnittlichen Werten von 16,9 Prozent für die Krankenversicherung erhöhen sich die Kosten für Rentner 2025 folgendermaßen:

  • Bei 600 Euro Rente sind es 101,40 Euro statt 97,80 Euro pro Monat,
  • bei 1.000 Euro Rente 163,00 Euro pro Monat 2024
  • und 2024 169,00 Euro.
  • Bei 1.200 Euro Rente beträgt der Unterschied 195,60 Euro zu 202,80 Euro,
  • bei 1.500 Euro Rente statt 244,50 Euro 253,50 Euro pro Monat,
  • und bei 1.700 Euro Rente werden es 287,30 Euro sein statt derzeit 277,10 Euro.

Höhere Beiträge bei der Pflegeversicherung

Auch bei der Pflegeversicherung wird es deutlich teurer. Hier steigen die Beiträge bei 600 Euro Rente vermutlich

  • von 20,40 Euro pro Monat auf 21,60 Euro pro Monat,
  • bei 1.000 Euro Rente von 34,00 auf 36,00 Euro,
  • bei 1.200 Euro von 40,80 Euro auf 43,20 Euro,
  • bei 1.500 Euro Rente von 51,00 Euro auf 54,00 Euro
  • und bei 1.700 Euro Rente von 57,80 Euro pro Monat auf 61,20 Euro.

Was können Sie tun?

Die Zusatzbeiträge werden von den jeweiligen Krankenkassen in Eigenregie erhoben. Eine erwartete durchschnittliche Steigerung der Zusatzbeiträge um 0,8 Prozent bedeutet also nicht, dass jede Krankenversicherung die Beiträge gleichermaßen erhöht.

Es kann sein, dass eine Krankenkasse die Zusatzbeiträge um mehr als ein Prozent erhöht, und eine andere überhaupt nicht. Deshalb lohnt es sich, die Zustzbeiträge der einzelnen Krankenkassen genau zu überprüfen und so das bestmögliche Angebot zu nutzen.