Kindergeldauszahlung: Alle Kindergeld-Auszahlungstermine als Tabelle 2025/2026

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Für viele Familien ist das Kindergeld ein fest eingeplanter Posten im Monatsbudget. Umso ärgerlicher wirkt es, wenn der Betrag „diesmal später“ auf dem Konto erscheint – oder man gar nicht weiß, an welchem Tag der Geldeingang überhaupt zu erwarten ist. Tatsächlich folgt die Kindergeld-Auszahlung in Deutschland einem klaren System, das jedoch häufig übersehen wird: Entscheidend ist nicht ein „einheitlicher Zahltag“, sondern die Endziffer der Kindergeldnummer.

Kindergeld wird monatlich gezahlt – aber nicht für alle am selben Tag

Kindergeld wird monatlich gezahlt und zwar für den Monat, in dem die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Das klingt zunächst so, als müsste das Geld am Monatsanfang kommen. In der Praxis überweist die Familienkasse (bzw. je nach Fall eine zuständige Stelle im öffentlichen Dienst) gestaffelt über den Monat verteilt.

Der Grund ist organisatorisch: Würden alle Zahlungen an einem einzigen Tag laufen, wäre das Zahlungsvolumen enorm. Daher werden die Überweisungen nach einer festen Reihenfolge verteilt.

Wichtig ist dabei eine juristische Feinheit: Es gibt zwar einen planbaren Überweisungsturnus, aber keinen einklagbaren Anspruch darauf, dass das Geld an einem ganz bestimmten Kalendertag gutgeschrieben wird. Wer also etwa für die pünktliche Mietzahlung „den 3.“ einplant, sollte einen kleinen Puffer einkalkulieren.

Das Endziffer-System: Warum Ihre Kindergeldnummer den Termin bestimmt

Der Auszahlungstermin richtet sich nach der letzten Ziffer Ihrer Kindergeldnummer, der sogenannten Endziffer. Diese Endziffer ist die maßgebliche „Sortierung“ im Auszahlungsplan. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Endziffer, desto früher im Monat wird überwiesen. Empfängerinnen und Empfänger mit Endziffer 0 erhalten die Zahlung typischerweise sehr früh, Endziffer 9 liegt regelmäßig am Monatsende.

Die Kindergeldnummer finden Sie auf Schreiben der Familienkasse sowie häufig auch auf den Kontoauszügen als Verwendungszweck früherer Zahlungen. Wer den Bescheid zur Hand hat, kann die Endziffer meist auf einen Blick erkennen – es ist schlicht die letzte Zahl.

Was „Überweisungstag“ bedeutet – und warum die Uhrzeit trotzdem variiert

Die Familienkasse arbeitet mit einem offiziellen Überweisungsplan. Dort ist pro Monat und Endziffer ein „Überweisungstag“ festgelegt. Das ist der Tag, an dem die Überweisung veranlasst wird und der Betrag im Regelfall im Verlauf desselben Tages auf dem Konto gutgeschrieben wird, sodass Sie darüber verfügen können.

Trotzdem kann die praktische Erfahrung von Bank zu Bank unterschiedlich sein. Manche Institute buchen eingehende Überweisungen früh am Morgen, andere erst später am Tag.

Hinzu kommt, dass technische Verarbeitungsschritte im Zahlungsverkehr – gerade rund um Wochenenden oder Feiertage – den tatsächlichen Zeitpunkt der Gutschrift beeinflussen können. Wer am Überweisungstag morgens noch nichts sieht, muss daher nicht sofort von einem Problem ausgehen.

Tabelle: Auszahlung Kindergeld 2025/2026

Monat Auszahlungstermine nach Endziffer der Kindergeldnummer (0–9)
Dezember 2025 0: 03.12.2025
1: 04.12.2025
2: 05.12.2025
3: 08.12.2025
4: 09.12.2025
5: 10.12.2025
6: 11.12.2025
7: 12.12.2025
8: 15.12.2025
9: 16.12.2025
Januar 2026 0: 08.01.2026
1: 08.01.2026
2: 09.01.2026
3: 13.01.2026
4: 14.01.2026
5: 15.01.2026
6: 16.01.2026
7: 19.01.2026
8: 22.01.2026
9: 23.01.2026
Februar 2026 0: 04.02.2026
1: 06.02.2026
2: 10.02.2026
3: 12.02.2026
4: 13.02.2026
5: 16.02.2026
6: 17.02.2026
7: 18.02.2026
8: 19.02.2026
9: 20.02.2026
März 2026 0: 04.03.2026
1: 05.03.2026
2: 06.03.2026
3: 09.03.2026
4: 10.03.2026
5: 11.03.2026
6: 12.03.2026
7: 16.03.2026
8: 17.03.2026
9: 20.03.2026
April 2026 0: 08.04.2026
1: 09.04.2026
2: 13.04.2026
3: 14.04.2026
4: 15.04.2026
5: 16.04.2026
6: 17.04.2026
7: 20.04.2026
8: 21.04.2026
9: 23.04.2026
Mai 2026 0: 06.05.2026
1: 07.05.2026
2: 08.05.2026
3: 12.05.2026
4: 13.05.2026
5: 18.05.2026
6: 19.05.2026
7: 20.05.2026
8: 21.05.2026
9: 22.05.2026
Juni 2026 0: 03.06.2026
1: 08.06.2026
2: 09.06.2026
3: 10.06.2026
4: 12.06.2026
5: 15.06.2026
6: 16.06.2026
7: 17.06.2026
8: 18.06.2026
9: 22.06.2026
Juli 2026 0: 03.07.2026
1: 06.07.2026
2: 07.07.2026
3: 09.07.2026
4: 10.07.2026
5: 13.07.2026
6: 14.07.2026
7: 17.07.2026
8: 20.07.2026
9: 21.07.2026
August 2026 0: 05.08.2026
1: 06.08.2026
2: 07.08.2026
3: 10.08.2026
4: 12.08.2026
5: 14.08.2026
6: 17.08.2026
7: 18.08.2026
8: 19.08.2026
9: 21.08.2026
September 2026 0: 03.09.2026
1: 07.09.2026
2: 08.09.2026
3: 10.09.2026
4: 11.09.2026
5: 15.09.2026
6: 16.09.2026
7: 17.09.2026
8: 18.09.2026
9: 21.09.2026
Oktober 2026 0: 05.10.2026
1: 06.10.2026
2: 08.10.2026
3: 09.10.2026
4: 12.10.2026
5: 13.10.2026
6: 15.10.2026
7: 16.10.2026
8: 19.10.2026
9: 20.10.2026
November 2026 0: 04.11.2026
1: 05.11.2026
2: 06.11.2026
3: 10.11.2026
4: 11.11.2026
5: 12.11.2026
6: 13.11.2026
7: 16.11.2026
8: 17.11.2026
9: 20.11.2026
Dezember 2026 0: 03.12.2026
1: 04.12.2026
2: 07.12.2026
3: 08.12.2026
4: 09.12.2026
5: 10.12.2026
6: 11.12.2026
7: 14.12.2026
8: 15.12.2026
9: 16.12.2026
Januar 2027 Für Januar 2027 sind in der offiziellen Übersicht der Bundesagentur für Arbeit (Stand: 30.11.2025) noch keine Auszahlungstermine veröffentlicht.

Wochenenden und Feiertage: Warum es zu Verschiebungen kommen kann

Die Familienkasse weist ausdrücklich darauf hin, dass sich der Geldeingang an Wochenenden und Feiertagen verschieben kann.

Das betrifft vor allem die Verarbeitung im Zahlungsverkehr und die bankseitige Buchung, weniger die grundsätzliche Reihenfolge nach Endziffern. Gerade wenn ein Monat viele Feiertage enthält oder der Überweisungstag nahe an einem verlängerten Wochenende liegt, kann der Kontoeingang später erscheinen als erwartet.

Praktisch heißt das: Der Auszahlungsplan ist eine sehr verlässliche Orientierung, aber er ist keine Garantie für eine minutengenaue oder bankübergreifend identische Gutschriftzeit.

Wie früh oder spät im Monat ist „typisch“?

Auch wenn die konkreten Kalendertage von Monat zu Monat variieren, lässt sich die Logik gut in Alltagssprache übersetzen. Endziffern 0 und 1 liegen meist zu Beginn des Monats.

Die Endziffern 2 bis 7 folgen im weiteren Verlauf. Endziffern 8 und 9 liegen am Schluss. Für das Jahr 2025 zeigt der offizielle Überweisungsplan beispielsweise, dass Endziffer 0 überwiegend im Bereich der ersten Monatswoche liegt, während Endziffer 9 häufig in der zweiten Monatshälfte bis in die letzten Monatswochen hineinreicht.

Wenn Sie Ihren Termin zuverlässig wissen wollen, führt allerdings kein Weg am offiziellen Plan vorbei, denn einzelne Monate „springen“ je nach Bankarbeitstagen.

Wo Sie die offiziellen Auszahlungstermine finden – und wie weit im Voraus sie feststehen

Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht die Auszahlungstermine online und zusätzlich als Überweisungsplan. Dort sind die Termine für die Endziffern übersichtlich nach Monaten geordnet. Praktisch: Häufig stehen die Termine bereits weit im Voraus fest, sodass Sie das gesamte Jahr planen können. Auf der BA-Seite sind außerdem die Termine für das Folgejahr häufig schon einsehbar.

Wer nicht online nachschauen möchte, kann die Auszahlungstermine auch telefonisch erfragen; dabei ist es hilfreich, die Kindergeldnummer bereitzuhalten.

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Erstauszahlung: Wann kommt das Kindergeld beim ersten Mal?

Bei der ersten Auszahlung spielt neben dem Überweisungskalender auch die Bearbeitungszeit eine Rolle. Erst wenn der Anspruch festgestellt und die Auszahlung angestoßen ist, greift der Turnus nach Endziffer.

Die erste Zahlung kann deshalb zeitlich anders wirken als spätere laufende Zahlungen: Sie hängt davon ab, wann der Antrag vollständig vorliegt und wann die Familienkasse den Fall abschließend bearbeiten konnte.

Wichtig für Eltern von Neugeborenen – aber auch für alle, bei denen der Anspruch „mitten im Monat“ beginnt: Wenn die Anspruchsvoraussetzungen auch nur an einem Tag des Monats erfüllt sind, wird für diesen Monat grundsätzlich der volle Monatsbetrag gezahlt. Ein typisches Beispiel ist die Geburt am Monatsende: Auch dann entsteht für diesen Monat ein voller Anspruch.

Nachzahlungen und Rückwirkung: Warum „beantragen“ nicht immer „voll ausgezahlt bekommen“ heißt

Viele gehen davon aus, dass Kindergeld automatisch lange rückwirkend „nachgezahlt“ wird, wenn man spät beantragt. Hier hat der Gesetzgeber klare Grenzen gezogen. Kindergeld kann zwar rückwirkend beantragt werden, die rückwirkende Auszahlung ist jedoch gesetzlich auf einen begrenzten Zeitraum beschränkt. Entscheidend ist dabei der Monat, in dem der Antrag bei der Familienkasse eingegangen ist.

In der Praxis bedeutet das: Wer zu spät beantragt, riskiert echte finanzielle Einbußen, weil ältere Monate trotz grundsätzlich bestehendem Anspruch nicht mehr ausgezahlt werden. Gerade bei großen Lebensübergängen – Geburt, Zuzug nach Deutschland, Trennung, Wechsel der Betreuungssituation, Ende der Schule und Beginn einer Ausbildung – lohnt es sich, den Antrag und alle erforderlichen Nachweise zügig einzureichen.

Wenn das Kindergeld nicht kommt: Was hinter Verzögerungen steckt

Bleibt die Zahlung aus, lohnt sich ein nüchterner Check, bevor man von einer „ausgefallenen“ Überweisung ausgeht. Häufig ist es schlicht der eigene, spätere Auszahlungszeitpunkt aufgrund der Endziffer. Ebenso oft steckt eine bankseitige Verzögerung dahinter, etwa durch Feiertage oder Wochenenden.

Wenn der Termin nach Überweisungsplan vorbei ist und auch am folgenden Bankarbeitstag keine Gutschrift erscheint, kommen erfahrungsgemäß eher verwaltungstechnische Gründe in Betracht. Das kann passieren, wenn Unterlagen fehlen, sich Anspruchsvoraussetzungen geändert haben oder eine Rückfrage offen ist.

Auch eine nicht gemeldete Änderung der Bankverbindung kann zu Problemen führen: Dann läuft die Auszahlung unter Umständen ins Leere oder wird zurückgebucht.

In solchen Fällen ist der direkte Kontakt zur zuständigen Familienkasse der beste Weg. Wer die Kindergeldnummer bereithält, beschleunigt die Klärung erheblich.

Änderungen im laufenden Bezug: Warum Mitteilungen über Schule, Ausbildung und Konto wichtig sind

Kindergeld ist kein „einmal bewilligt, dann läuft es ewig“-Produkt. Gerade ab dem 18. Geburtstag oder bei Übergängen zwischen Schule, Ausbildung, Studium oder Freiwilligendienst fordert die Familienkasse typischerweise Nachweise, damit der Anspruch weiter besteht. Werden diese Nachweise zu spät eingereicht, kann es zu Unterbrechungen kommen – und damit auch dazu, dass die Auszahlung vorübergehend stoppt.

Auch Veränderungen bei Anschrift, Familienstand, Betreuungssituation oder Bankverbindung sollten zeitnah gemeldet werden. Die Bundesagentur für Arbeit setzt dabei stark auf Online-Services, über die Anträge und Änderungen digital übermittelt werden können.

Besonderheit öffentlicher Dienst: Wer zahlt, wenn der Arbeitgeber zuständig ist?

In vielen Fällen ist die Familienkasse bei der Bundesagentur für Arbeit die auszahlende Stelle. Für bestimmte Personengruppen im öffentlichen Dienst kann jedoch der Dienstherr bzw. öffentlich-rechtliche Arbeitgeber die Festsetzung und Auszahlung übernehmen oder in besonderer Form mit der Familienkasse zusammenarbeiten.

Für Betroffene ist das vor allem dann relevant, wenn sie bei Nachfragen „die richtige Stelle“ erreichen möchten – der Auszahlungsrhythmus kann organisatorisch anders abgebildet sein, auch wenn die Logik der gestaffelten Auszahlung im Hintergrund vergleichbar bleibt.

Fazit: Der wichtigste Hebel ist die Endziffer – und ein realistischer Zeitpuffer

Wer wissen will, wann Kindergeld überwiesen wird, braucht im ersten Schritt nicht mehr als die eigene Kindergeldnummer. Die Endziffer entscheidet über „früh im Monat“ oder „eher zum Monatsende“ – und der offizielle Überweisungsplan liefert den konkreten Tag.

Weil Wochenenden, Feiertage und bankinterne Buchungszeiten den Kontoeingang beeinflussen können, ist ein kleiner Puffer im Haushaltsplan sinnvoll. Kommt das Geld nach dem vorgesehenen Termin gar nicht, lohnt sich der direkte Kontakt zur Familienkasse, am besten mit Kindergeldnummer zur Hand.

Quellen: Bundesagentur für Arbeit: „Kindergeld 2025/2026: Auszahlungstermine“ (inkl. Hinweise zu Endziffer-System, Verschiebungen, Erstauszahlung und Kontakt)