Hartz IV macht schwer krank

Hartz IV-Bezieher stirbt alleine in seiner Wohnung

Die Fernsehsendung „Hartz und Herzlich“ berichtet über Menschen aus sozialen Brennpunkten und verdeutlicht, wie schwer das Leben mit Hartz IV tatsächlich ist. Der Zuschauerliebling „Schmitti“ ist jedoch nun tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Aufgrund eines Schlaganfalls konnte er sich so gut wie gar nicht mehr bewegen. Zudem war er drogen- und alkoholabhängig. Seine Freunde und Bekannte berichten, dass er die Hoffnung sein Leben zu ändern verloren hatte.

Hartz IV bedeutet Verzicht

Eine Studie des Gewerkschaftsbundes (DGB) stellte nun fest, dass Hartz IV-Bezieher häufiger krank sind und dadurch auch früher sterben. Hartz IV ist immer mit einer psychischen Belastung verbunden, denn Hartz IV-Bezieher müssen ständig mit Sanktionen und Konsequenzen durch das Jobcenter rechnen. Hinzu kommt, dass Hartz IV-Bezieher häufig sozial isoliert werden. Durch den geringen Regelsatz ist eine Teilnahme an sozialen und kulturellen Veranstaltung so gut wie nicht möglich.

Hartz IV-Bezieher müssen unterstützt werden

Aus der Studie wird noch deutlicher, dass Hartz IV-Bezieher unterstützt werden müssen, um gesundheitsschädigende Folgen abzuwenden. Zudem fordert die Vorstandsvorsitzende des Gewerkschaftsbundes, dass Jobcenter, Krankenversicherungen und die regionale Gesundheitsversorgung Hand in Hand arbeiten.

Perspektiven sind wichtig

Da die Perspektivlosigkeit zu psychischen Belastungen führt, brauchen Hartz IV-Empfänger berufliche Ziele und Möglichkeiten. Eine Chance auf Integration in den Arbeitsmarkt muss bestehen. Diese kann durch eine gute berufliche Rehabilitation und Weiterbildungsmaßnahmen erfolgen. Aber auch der restliche Teil der Gesellschaft muss lernen, Hartz IV-Bezieher nicht zu verurteilen und sie auszugrenzen. Hartz IV ist nämlich nicht immer selbst verschuldet.

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