Deutschlandticket Sozial kommt ab 1. Dezember 2023

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Das Deutschlandticket für 49 Euro ist ein Erfolg. Laut der deutschen Bahn haben sich seit seiner Einführung die Fahrgäste im Regionalverkehr um 18 Prozent erhöht, und in sozialen Medien berichten viele Pendler/innen davon, dass sie wegen des Deutschlandtickets vom Auto auf die Bahn umgestiegen sind.

Zehn Euro weniger für Menschen mit geringem Einkommen

Politisch wird das 49-Euro-Ticket scharf diskutiert, vor allen der Frage nach seiner Finanzierung. Jetzt führen Verkehrsverbände in Nordrhein-Westfalen ein “Deutschlandticket Sozial” ein.

Dieses ist für Einkommensschwache mit 39 Euro um zehn Euro günstiger als das reguläre Deutschland-Ticket.

Das Deutschlandticket Sozial

Für das Deutschlandticket Sozial gelten die gleichen Konditionen wie für das reguläre Deutschlandticket. Genutzt werden können in ganz Deutschland und für jeweils einen Monat sämtliche Fahrzeuge des Nahverkehrs.

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Das umfasst Busse, Straßen-, U- und S-Bahnen, sowie Regionalzüge der zweiten Klasse. Ungültig ist das Ticket hingegen für den Fernverkehr. Unter diesen fallen besonders ICE, IC und EC. Private Unternehmen wie FlixTrain können mit dem Ticket ebenfalls nicht genutzt werden.

Wer kann ein Deutschlandticket Sozial bekommen?

Das Ticket können alle diejenige erhalten, die ein geringes Nachkommen nachweisen. Dieses müssen Sie sich von einer Behörde vor Ort bestätigen lassen. In Nordrhein-Westfalen sind rund drei Millionen Menschen berechtigt. Zu ihnen zählen

  • Bürgergeld-Bezieher
  • Sozialhilfe beziehen
  • Menschen, die von Grundsicherung leben,
  • Wohngeld beziehen müssen,
  • Leistungen als Asylbewerber/innen erhalten
  • oder unter das Bundesversorgungsgesetz fallen.

Wo lässt sich das Ticket beziehen?

Verkehrsverbände in Nordrhein-Westfalen führen das Deutschlandticket Sozial jetzt ein und bieten es als ABO an. Dazu zählt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), und dazu gehören Verkehrsbetriebe im Verkehrsverbund Westfalentarif.

Hier beginnt das günstige Ticket ab dem 1. Dezember und wird bereits verkauft. Am 1. Januar 2024 folgen dann der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS), der Aachener Verkehrsverbund (AVV) und weitere.

Warum gibt es das Ticket nicht überall in NRW?

Weder startet das Ticket zur gleichen Zeit, noch wird es überall in Nordrhein-Westfalen angeboten. Die Verkehrsunternehmen machen dafür die Politik verantwortlich. So wird das Deutschlandticket Sozial letztlich in den jeweiligen Kommunen und Kreisen beschlossen. Während Münsterland, Unna, Soest und Hochsauerland die Formalien schnell geklärt hatten, stehen in anderen Kommunen die Beschlüsse noch aus.

Wie weisen Sie ihre Berechtigung nach?

Es reicht nicht, beim jeweiligen Verkehrsbetrieb ihre soziale Situation zu schildern, sondern Sie müssen einen offiziellen Berechtigungsnachweis vorlegen.

Die dafür auszufüllenden Formulare bieten die Sozialbehörden vor Ort an. Deshalb beschleunigt es den Kauf, wenn Sie das Ticket beim Verkehrsbetrieb am Ort erwerben. Dann geht die Prüfung zügig.

Können Sie vom regulären Deutschlandticket wechseln?

Das Deutschlandticket gibt es im Abo. Wenn Sie eine Berechtigung für das Deutschlandticket Sozial nachweisen, dann können Sie problemlos das Abo umstellen. Sie geben dazu nur bei der Bestellung ihre laufende Vertragsnummer an.

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