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Hartz IV: Fast 50 Prozent sind Ein-Euro-Jobs

Die Hartz-IV Empfänger werden durch die Arge Köln vermittelt. Der Sprecher des Kulturamtes Köln wolle auch nur Erwerbslose zum Minimal-Lohn beschäftigen, die "auch wirklich wollen". Erwerbslosen Gruppen fragen sich, warum keine regulär Beschäftigte eingesetzt werden.

Hartz IV & Ein-Euro-Jobs: Der Rechnungshof legt akuten Reformbedarf offen. Über 50 Prozent aller Eintritte von ALG II Empfängern in Beschäftigung sind Ein-Euro Jobs, im Jahre 2007 gab es fast 800 000 Eintritte

Den aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofs über die sog. Ein-Euro-Jobs wertet der DGB als Aufforderung an die Koalition, den massenhaften Einsatz von Ein-Euro-Jobs endlich zu stoppen. Die DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach bezeichnete das Ergebnis der Bundesrechnungshof-Prüfung als „schallende Ohrfeige für die Politik“. Sie kritisierte, dass die Bundesregierung nicht tätig geworden sei, obwohl der Rechnungshof die Praxis bei den Ein-Euro-Jobs schon im letzten Jahr bemängelt hatte.

Die Vorwürfe des Bundesrechnungshofs seien vor allem bitter für die Langzeitarbeitslosen. „Fakt ist, dass Ein-Euro-Jobs teuer sind, keine Perspektiven bieten, stattdessen aber Lohndumping fördern und sogar reguläre Arbeitsplätze gefährden. Ein solch offensichtlicher Unsinn muss endlich gestoppt werden“, forderte Buntenbach. Nötig sei der Ausbau der Qualifizierungsoffensive und des sog. Sozialen Arbeitsmarktes, damit längerfristige Beschäftigungsperspektiven ermöglicht werden.“

Erschreckend sei auch der Befund des Rechnungshofes, die Maßnahmen vielfach planlos vergeben werden. „Ein-Euro-Jobs sind in den seltensten Fällen sinnvoller Bestandteil einer auf den Einzelfall ausgerichteten Eingliederungsstrategie, sondern weit öfter Ausdruck der Hilflosigkeit der Jobcenter und Mittel der Disziplinierung von Arbeitslosen“, betonte Buntenbach. Das häufig bemühte Schlagwort ’Fördern‚ würde so zu einer „Farce“. (DGB PM, 12.05.2008)


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