Studiengebühren: Boykott an der Uni Hamburg

Boykott an Hamburger Uni beschlossen

Die Vollversammlung aller Studierenden der Uni Hamburg hat am 16. November mit ueberwaeltigender Mehrheit die Teilnahme am Boykott der allgemeinen Studiengebuehren beschlossen. Von den etwa tausend TeilnehmerInnen stimmten nur zwei gegen das Konzept eines durch ein Treuhandkonto gestuetzten Gebuehrenboykotts. Nachdem das Gesetz zur Erhebung von 500 Euro im Sommer beschlossen wurde, greifen die Studierenden nun zu diesem Mittel der Verweigerung, um die Erhebung der Gebuehren noch zu verhindern.

"Studiengebuehren sind und bleiben unsozial. Mit ihnen wird die Unterfinanzierung der Hochschulen nicht behoben; sie loesen kein einziges Problem, sondern sie verschaerfen die Krise des Bildungssystems. Aus diesem Grund haben sich die Studierenden der fuenftgroessten Uni entschlossen, einen Boykott durchzufuehren, wie es bereits zahlreiche KommilitonInnen in Niedersachsen, Baden-Wuerttemberg, Nordrhein-Westfahlen und Bayern in den letzten Wochen beschlossen haben. Sie alle haben unsere volle Unterstuetzung." Fredrik Dehnerdt vom ABS

Bereits vorletzte Woche hat das Studierendenparlament der TU Harburg die Durchfuehrung des Boykotts beschlossen, an der Hochschule fuer angewandte Wissenschaften (HAW) wie an der Hochschule fuer bildende Kuenste (HfbK)  wird die Teilnahme am Boykott geprueft. Das Studierendenparlament der von Wissenschaftssenator Draeger  neugegruendeten Hafen City University (HCU) sprach sich ebenfalls fuer die Unterstuetzung und Mobilisierung zum Boykott aus. Mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der SchuelerInnenkammer Hamburgs (SKH) sind auch ausseruniversitaere Buendnispartner mit im Boot, die die Boykott-Kampagne unterstuetzen werden.

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