Hartz IV: Das Absperren von Wohnungen geht weiter

Nicht nur in Löbau werden einzelne Zimmer in Wohnungen von ALG II Empängern abgesperrt, sondern auch in Halle, Dessau und Magdeburg.

Nach Informationen der "Mitteldeutschen Zeitung" werden nicht nur in Löbau, sondern auch in Halle, Dessau und Magdeburg einzelne Zimmer in den Wohnungen von Erwerbslosen abgesperrt. Als Grund wird genannt, dass die Betroffenen in einer nicht dem "örtlichen Mietspiegel entsprechenden Wohnung" leben und es nicht genügend Wohnungen gebe, die dem ALG II- Mietsatz entsprechen. In den abgesperrten Zimmern werden auch die Heizungen stillgelegt. Auf diese Weise werden die Mietkosten gesenkt. Joachim Effertz, Sprecher der Halleschen Wohnungsgesellschaft betonte, dass "auf diese Weise auch der Leerstand unter Kontrolle" gehalten wird.

Der Wirtschaftsminister von Sachsen- Anhalt, Reiner Haseloff von der CDU verteidigt dieses Modell und hält dies "einen denkbaren Weg". Kritik kommt dagegen von der Linkspartei. Guido Henke, der wohnungspolitischer Sprecher der Linkspartei ist, sagte, "Es ist unwürdig, mit einem abgesperrten Raum leben zu müssen". ferner kritisierte Henke, dass "willkürlichen Kriterien" bei den Absperrmaßnahmen ein Rolle spielen würde. (sm, 09.02.07- Quelle u.a. Mitteldeutsche Zeitung)

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