Das ist die Realität mit Hartz IV

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Täglich erreichen uns Emails, in denen Betroffene ihre Lebens- und Leidenssituation uns schildern. Dieser Bericht ist nur einer von vielen und beschreibt den täglichen Wahn- und Unsinn mit Hartz IV:

Hartz IV und der sogenannte Hinzuverdienst
Seit November letztem Jahres habe ich mir zu Hartz 4 eine Nebentätigkeit gesucht. Ich bin 56 Jahre,habe 40 Jahre gearbeitet und bin auf Grund meines Alters in Hartz 4 gefallen. Eine Festeinstellung ist nur noch wie ein Sechser im Lotto zu betrachten.

Seit mittlerweile Februar 2006 kämpfe ich mit Hilfe einer Anwältin darum, mindestens genausoviel zu haben wie jemand, der nichts tut. Bisher fast vergeblich. Jeden Cent, den ich dazu verdiene, wird mir von den 311 € ALG 2 abgezogen. Bei einem Termin im Februar 06 bei der Leistungsabteilung der ARGE in Erfurt wurde die Aussage getroffen: Wenn die Fahrtkosten für diesen Job zu hoch sind, dann hätten sie die Arbeit nicht annehmen dürfen. Lassen sie sich einen ein Euro Job geben, dann fallen nicht solche Kosten an. Einfache Strecke 28 KM.

Trotz alledem habe ich weitergearbeiter , um mir die Minichance einer Festeinstellung zu erhalten. Ich stehe durchschnittlich 10 mal im Monat um 03.00 Uhr auf um meinen Job zu erfüllen. Letztendlich habe ich aber das gleiche auf dem Konto, was ein Hilfsschulabgänger mit 18 Jahren auch bekommt. Mir ist die Milch im Kaffee sauer geworden, als Frau Merkel auf der letzten Bundestagsdabatte sagte: " Wer arbeitet, muss mehr haben, als der der nicht arbeitet." Seit fast einem Jahr gehe ich arbeiten und habe letzlich weniger, als der der nicht arbeitet, weil ich den Zuverdienst dafür aufbringen muss um arbeiten zu können. (Dies ist eine Leserzuschrift von U.H.)

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