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Messerattacke im Hartz IV Amt

Messerattacke in der Hartz IV Behörde

Stralsund. Am letzten Freitag hat ein 35jähriger ALG II Bezieher in der Arge Bergen auf Rügen einen Sachbearbeiter angegriffen. Dabei verletzte der Mann den Mitarbeiter der Behörde mit einem Messer am Unterarm. Nach dem Angriff flüchtete der Mann. Am späten Nachmittag wurde allerdings der 35jährige Täter von der Polizei gestellt.

Ein Angriff in dieser Dimension sei in der Arbeitsagentur Stralsund bisher einmalig. Es komme zwar immer öfter zu verbalen Auseinandersetzungen, eine solche "Attacke in dieser Qualität habe es allerdings bisher nicht gegeben", so Agentur-Sprecher Christian Glaser gegenüber dem NDR.

Später stellte sich heraus, dass der Täter psychisch krank ist und sich über einen Betreuerwechsel in der Arbeitsagentur aufgeregt habe. Durch einen Beschluss durch das Amtsgericht Stralsund ist der Mann in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden.

Aus der Beratungspraxis kann berichtet werden, das das Klima in den meisten Arbeitsagenturen immer rauer wird. Antragsteller und Behördenmitarbeiter stehen sich zumindestens "skeptisch", öfter jedoch auch feindlich gegenüber. Die Arge Mitarbeiter unterliegen einem enormen Kostendruck. Dieser Druck wird an Hartz IV Antragsteller vieler Orts weiter gegeben. Was nicht verstanden wird, bei den meisten Antragstellern geht es um enorme Existenzängste und das "nackte Überleben". Dennoch ist eine Messerattacke in keinem Fall gerechtfertigt. (07.11.2009)

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