Rundfunkbeitrag: Vorsicht vor dieser GEZ-Abzocke

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Im Internet tummeln sich unzählige Websites, die scheinbar kostenlose Dienstleistungen anbieten, für die dann doch Gebühren anfallen. Die Verbraucherzentrale warnt jetzt vor einer neuen Betrugsmasche, die in Zusammenhang mit der Rundfunkgebühr steht.

29,99 Euro für eine einfache Adressänderung?

Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern erhält derzeit eine Flut von Anfragen von Bürgern, die die Website „Service-Rundfunkbeitrag.de“ genutzt haben, um ihre Adressdaten zu ändern, wie der Nordkurier berichtet.

Nicht nachvollziehbare Rechnungen

Viele Nutzer wurden im Nachgang mit einer Rechnung konfrontiert. Die Verbraucherschützer sehen hier eine neue Art der Abzocke und raten zur Vorsicht.

Dienstleistungen rund um Rundfunkbeitrag sind kostenfrei

Auf der fraglichen Website wird angegeben, dass es sich um einen unabhängigen Online-Dienst handelt, der in keiner Verbindung zu den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten steht.

Dennoch übersehen viele Verbraucher diesen Hinweis oder gehen fälschlicherweise davon aus, dass es sich um den offiziellen Online-Service der Rundfunkanstalten handelt.

Dabei sind sämtliche Dienstleistungen rund um den Rundfunkbeitrag auf der offiziellen Website „rundfunkbeitrag.de“ kostenfrei.

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Serviceleistungen als Masche

„Service-Rundfunkbeitrag.de“ ist Teil eines Netzwerks von kostenpflichtigen Online-Diensten, die für Dienstleistungen im Zusammenhang mit amtlichen Dokumenten Gebühren erheben. Es gibt ähnliche Angebote für den Bezug von Grundbuchauszügen, Führungszeugnissen oder den Kirchenaustritt.

Vor der Beantragung Kosten prüfen

Wenn Sie im Internet eine amtliche Dienstleistung oder eine offizielle Bescheinigung beantragen möchten, sollten Sie zunächst sicherstellen, dass die entsprechende Dienstleistung nicht kostenlos von der zuständigen Behörde angeboten wird.

Grundlegende Schritte zum Schutz vor Abzocke

Überprüfen Sie die Website-Adresse: Stellen Sie sicher, dass Sie auf der offiziellen Website der Behörde sind. Amtliche Dienstleistungen werden in der Regel nur auf den offiziellen Seiten der zuständigen Stellen angeboten.

  1. Lesen Sie das Impressum: Ein vertrauenswürdiges Impressum sollte den Namen des Unternehmens, die Adresse und Kontaktinformationen enthalten. Wenn diese Informationen fehlen oder unklar sind, ist Vorsicht geboten.
  2. Suchen Sie nach kostenlosen Alternativen: Viele amtliche Dokumente und Dienstleistungen sind kostenlos verfügbar. Informieren Sie sich auf den offiziellen Seiten der zuständigen Behörden, bevor Sie eine Gebühr entrichten.
  3. Achten Sie auf versteckte Hinweise: Oft wird auf dubiosen Websites kleingedruckt oder an unauffälliger Stelle angegeben, dass es sich um einen kostenpflichtigen Dienst handelt. Lesen Sie die Informationen sorgfältig durch.
  4. Prüfen Sie die Bewertungen und Erfahrungen anderer Nutzer: Suchen Sie nach Erfahrungsberichten oder Bewertungen der Website, um zu sehen, ob andere Nutzer bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Warnsignale und typische Beispiele

Eine der Hauptmethoden, mit denen diese Anbieter Nutzer in die Falle locken, besteht darin, Dienstleistungen anzubieten, die auf den ersten Blick wie offizielle Angebote aussehen.

Websites wie „Service-Rundfunkbeitrag.de“ geben vor, offizielle Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Rundfunkgebühr anzubieten, und berechnen dann hohe Gebühren für einfache Änderungen, die auf der offiziellen Website kostenlos durchgeführt werden können.

Ähnlich arbeiten andere Websites, die gegen Gebühr einen Grundbuchauszug oder ein Führungszeugnis anbieten, obwohl diese Dokumente in der Regel direkt bei den zuständigen Behörden kostenlos oder zu deutlich geringeren Kosten erhältlich sind.

Zusätzliche Maßnahmen zum Schutz

Um sich effektiv vor Abzocke im Internet zu schützen, sollten Sie zusätzlich zu den oben genannten Schritten die folgenden Maßnahmen ergreifen:

  • Verwenden Sie offizielle Websites: Wenn Sie unsicher sind, welche Website die offizielle ist, nutzen Sie bekannte und vertrauenswürdige Links oder kontaktieren Sie die zuständige Behörde direkt.
  • Achten Sie auf Ihre Browser-Sicherheit: Nutzen Sie moderne Browser mit integriertem Phishing-Schutz, um verdächtige Websites frühzeitig zu erkennen.
  • Informieren Sie sich bei der Verbraucherzentrale: Die Verbraucherzentrale bietet umfassende Informationen und Unterstützung, wenn Sie unsicher sind, ob eine Website vertrauenswürdig ist.

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