Putzen im Bundestag für Tariflohn

Reinigungsfirma lenkt ein: Tariflohn für Putzkräfte im Bundestag

Wie wir berichteten, mussten Reinigungskräfte im Bundestag weit unter den vorgeschriebenen Tariflöhnen arbeiten. Ein Dilema für die mitregierende SPD, die zur Zeit noch immer um einen gesetzlich vorschriebenen Mindestlohn mit dem Koalitionspartner CDU ringt. Denn mit "gutem Beispiel voran", ist noch immer die beste Werbung für die eigene Politik. Doch Dumpinglöhne im eigenen Haus vermiesen die Glaubwürdigkeit einer Politik, die sowieso kaum noch etwas soziales erkennen läßt.

Nun hat die beauftragte Reinigungsfirma (B+K Dienstleistungen) eingelenkt und möchte zukünftig Tariflöhne bezahlen. Laut einem Zeitungsbericht der hannoverischen "Neuen Presse", möchte die Firma rückwirkend zum 1. Mai den ausgehandelten Tariflohn von 7,87 Euro an die Servicekräfte ausbezahlen. Bislang mussten die Reinigungskräfte teilweise für 5,50 Euro in der Stunde arbeiten. Doch ein Nachspiel wird das Lohndumping von "B+K" dennoch haben. Eine ehemalige Mitarbeiterin verklagte nun die Firma vor dem Arbeitsgericht auf Auszahlung der Differenz auf alle geleisteten Arbeitsmonate. Dabei wird sie von der Gewerkschaft "IG Bau" unterstützt. Auch die Bundestags- Verwaltung möchte bei künftigen Ausschreibungen aufpassen, ob die beauftragte Firma tatsächlich nicht Unterbezahlt. (22.05.07)

Hartz IV abschaffen?

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