Hartz IV Eigeninitiative der blanke Hohn

Eigeninitiative wird von der ARGE sehr gewünscht, aber nur nach Außen.
Ein Leserbeitrag von B.Hartbauer

Ich habe im September 2006 einen Antrag auf Umschulung gestellt, welcher auch arbeitspolitischen Gründen (Textilbranche ist tot) mit wohlwollen betrachtet wurde. Ich bin dann auch der Auflage, mich beim Psychologischen Dienst der BA, nachgekommen und habe mich der sgenannten "persönlichen Eignung" unterzogen. Leider wurde mir schon von der Psychologin am Schluss mitgeteilt, dass diese meinen Antrag zur Umschulung zum Fachinformatiker nicht zustimmen kann. Die Begründung von ihr lautetet: "Meine Fähigkeiten sind alle nur im oberen Mittelklassebereich, was für eine solche Ausbildung nicht reichen würde, da hier meist nur Gymnasiasten und Hochschüler dafür Infrage kommen."

Ich hatte aber auch keine Chance, Gegenargumente vorzubringen. Im Januar 2007 kam dann die allgemeine Aussprache zu dem Thema bei meinem Sachbearbeiter. Dieser hat mir dann das Gutachten vorgelesen, was mir doch einen Schauer über den Rücken jagte, da teilweise ganz andere Tatsachen darin standen, als die Psychologin mir persönlich sagte. Zu ihrer Verteidigung muß ich aber sagen, dass sie vorschlug, noch die Unterlagen einer Trainingsmaßnahme einzusehen und eines weiteren Eignungstestes im BFZ. Doch dieser Umstand kommt anscheinend für die ARGE nicht in Frage, denn die Behauptung dieser ist, einen 5stelligen Betrag zu investieren und ich die Ausbildung dann "vielleicht" nicht schaffen könnte, ist das Risiko zu groß.

Als Dank dafür bekam ich die Auflage pro Monat 5 Bewerbungen nachzuweißen, die ausschliesslich aus meiner Eigeninitiative zu kommen haben. Soviel zum Thema "Eigeninitaitive" was in meinem Fall der blanke Hohn ist. (B.Hartbauer, 04.02.07)

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