Kürzungsfaktoren bei der Rente streichen

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Rentenformel reformieren – Kürzungsfaktoren streichen

"Das Vorhaben der Bundesregierung, Rentenkürzungen auszuschließen, ist zweischneidig", erklärte der Präsident des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarität Prof. Gunnar Winkler am Mittwoch zu der vom Bundeskabinett verabschiedeten Regelung, mit der künftige Rentenkürzungen ausgeschlossen werden sollen. "Rentenkürzungen werden in dieser Regelung nur dadurch ausgeschlossen, dass Rentnerinnen und Rentner über Jahre hinweg so genannte Nullrunden in Kauf nehmen müssen. Damit sind für heutige und zukünftige Rentner reale Einkommensverluste vorprogrammiert. Der Zug in Richtung Altersarmut wird so nicht gestoppt."

Die gegenwärtige Debatte sei Ausdruck einer gescheiterten Politik, die in immer kürzeren Abständen in eine Rentenformel eingreife, die selbst für Experten kaum noch verständlich sei, so Winkler. Er forderte "eine grundlegende Reformierung der Rentenformel". "Dazu gehören die Streichung der Kürzungsfaktoren und die Rückkehr zur Lohnbezogenheit der dynamischen Rente. Dabei darf das Rentenniveau nicht immer weiter absinken. Wer heute durchschnittlich verdient muss sicher sein, dass seine spätere Rente deutlich oberhalb einer Grundsicherung liegt. Und wer unterdurchschnittlich verdient oder längere Zeit arbeitslos war, darf nicht in Altersarmut fallen."

Winkler forderte erneut einen "Schutzschirm gegen Altersarmut". Es gehe um eine langfristig angelegte Politik der Alterssicherung, die auch den Jüngeren das Vertrauen gebe, dass sie im Alter nicht in Armut geraten werden. Deshalb müsse die Politik der letzten Jahre auf den Prüfstand. "Für die Talfahrt im Leistungsniveau der gesetzlichen Rente sollten endlich Stoppzeichen gesetzt werden. Ansonsten werden die Vorboten der Altersarmut, die wir bereits heute bei Langzeitarbeitslosen, Niedrigverdienern und unterbrochenen Erwerbsverläufen erleben, sich bald massenhaft in der älteren Generation niederschlagen. Dass dies nicht geschieht, liegt im Interesse aller Generationen, auch und gerade der Jüngeren." (06.05.2009, Volkssolidarität)

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