Es muss mehr für Ostdeutschland getan werden

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Bürger in Ostdeutschland brauchen Zukunftsperspektiven

"Der Osten darf nicht ausbluten und vergreisen. Die Bürger in Ostdeutschland brauchen glaubwürdige Zukunftsperspektiven." Das erklärte der Präsident der Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, am Dienstag in Berlin aus Anlass der aktuellen Prognose des Statistischen Bundesamtes zur ostdeutschen Bevölkerungs-entwicklung. "Langzeitprognosen bis 2050 sind mit Vorsicht zu genießen. Doch die Grundlagen für diese Berechnungen sind real und ein weiterer Beleg für viele leere Versprechungen der Politik in den Jahren seit 1990.", betonte Winkler.

Der Verbandspräsident sagte weiter: "Die Prognose kann nur als erschreckend bezeichnend werden. Das gilt genauso für die bisherigen Entwicklungen, auf denen die statistischen Berechnungen beruhen.", erklärte Winkler. Auch die jetzige Koalition lasse Konzepte für einen ostdeutschen Aufschwung und vor allem für die Herstellung annähernd gleichwertiger Lebensverhältnisse in Ost und West vermissen. "Ein solches Konzept aber ist notwendig, um diesen Prozess politisch zu gestalten und den Bürgern der neuen Bundesländer Vertrauen in die Zukunft zu vermitteln."

Die Situation in Ostdeutschland sei geprägt von ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, hoher Arbeitslosigkeit, fehlenden Ausbildungsplätzen, niedrigen Geburtenraten, hohen Wanderungsdefiziten und Defiziten in der sozio-kulturellen Infrastruktur. "Die Folge ist: Es wird auf Jahre/Jahrzehnte zwei Teilgesellschaften – Ost und West – geben, aufgrund existierender Ungleichheiten der Lebensverhältnisse", so Winkler. Bekannt gewordene Gedankenspiele zum Beispiel aus Brandenburger Regierungskreisen, ostdeutsche Landschaften wieder verwildern zu lassen, könnten nur als hilflose und zynische Reaktion bezeichnet werden.

Winkler forderte ein öffentliches Investitionsprogramm, dass die soziale Infrastruktur sichert und die demographische Entwicklung begleitet. Die Volkssolidarität habe dazu entsprechende Vorschläge vorgelegt. "Gerade angesichts niedriger Familieneinkommen, eines überdurchschnittlich hohen Anteils älterer Menschen und der Folgen der Abwanderung der Jungen brauchen wir in Ostdeutschland mehr Investitionen in Menschen und weniger in Beton." (22.05.07)

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