Dauerhaft im Dispo-Kredit: So aus der Dispofalle entkommen

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Dispokredite: Banken müssen Alternative anbieten, um Verschuldung zu stoppen

Einmal im Dispo immer im Dispo? Für viele Schuldner ist das bittere Realität. Am Ende des Monats wird das Konto, das im Minus liegt, wieder mit Gehalt oder Sozialleistungen aufgefüllt. Aufs Neue werden im Verlauf des Monats wieder Schulden angehäuft. Besonders fies: Der Dispositionskredit ist besonders teuer. Die Banken verlangen horrende Zinsen. Doch wie rauskommen aus der Dispofalle?

Banken locken in die Dispofalle

Oft kann man den Eindruck haben, dass die Banken Dispo-Kredite regelrecht hinterher schmeißen. Sie vergeben möglichst hohe Dispokredite – zum Beispiel bis zu drei Monatsgehälter – um die Möglichkeit zu bieten, möglichst viel Geld zu überziehen. Dadurch verdienen die Banken sehr viel Geld. Laut Finanztest lag der Dispozins der Banken durchschnittlich 9,72 Prozent im Jahr. Und die Betroffenen verharren im Schuldensumpf. Nun wurde allerdings der Verbraucherschutz verbessert:

Dispo
Schuldenfalle Dispokredit

Bank muss Alternative mit weniger Zinsen anbieten

Bei dauerhafter oder erheblicher Überziehung des Kontos müssen Kreditinstitute ihren Kunden eine Beratung insbesondere über kostengünstigere Alternativen anbieten. Das ist der Fall, wenn der Kunde den eingeräumten Überziehungsrahmen über sechs Monate hinweg ununterbrochen zu durchschnittlich über 75 Prozent ausgeschöpft hat. Wird die Überziehung des Kontos von der Bank lediglich geduldet, ist eine Beratungspflicht vorgesehen, wenn über drei Monate hinweg durchschnittlich über 50 Prozent des monatlichen Geldeingangs in Anspruch genommen werden.

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Damit ihre Konditionen besser vergleichbar sind, müssen Zahlungsdienstleister Verbraucherinnen und Verbrauchern rechtzeitig vor Vertragsschluss eine standardisierte Entgeltinformation zur Verfügung stellen. Sie muss klar und verständlich gestaltet sein und allgemeine Informationen über die mit einem Zahlungskonto verbundenen Kosten enthalten. Diese Entgeltinformation ist unentgeltlich, schriftlich und jederzeit leicht zugänglich in den Geschäftsräumen und im Internet zur Verfügung zu stellen.

Achtung: Auf Entgeltaufstellung achten!

Zusätzlich ist dem Kunden eine Entgeltaufstellung über alle Entgelte, die während eines laufenden Vertrags konkret erhoben wurden mindestens einmal jährlich sowie bei Vertragsende auszuhändigen. Kreditverträge kann man – wie alle langfristigen Verträge – kündigen. Auch für Verbraucherdarlehen gelten die allgemeinen Vorschriften für Darlehen. Darüber hinaus sieht das Gesetz für Verbraucherdarlehen spezielle Kündigungsregeln vor.

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