Rekord bei den Stromsperren

Steigen die Strompreise können Verbraucher wechseln

15.11.2015

Noch nie wurden so viele Stromsperren erteilt, wie im vergangenen Jahr. Die aktuellen Zahlen dürften sogar noch steigen. Grund hierfür sind die ausufernden Preise für Strom. Hartz IV Bezieher müssen die Stromkosten von den ALG II-Regelleistungen begleichen. Hier allerdings findet eine deutliche Unterdeckung statt. Die Regelleistungen entsprechen nicht den Preisrealitäten.

Immer mehr Menschen in Deutschland können ihre Stromkosten nicht mehr begleichen. Laut eines aktuellen Berichts der Bundesnetzagentur (BNetzA) und des Bundeskartellamtes wurden 2014 genau 351.802 Haushaltskunden der Strom zwangsweise abgestellt. Somit ist der Wert gemessen an den Vorjahren deutlich gestiegen. Im Jahre 2013 wurden 344.798 Sperren erteilt und 2012 etwa 320.000.

Allerdings sind weit mehr Haushalte in Nöten, als diese Zahlen aussagen. Laut des Berichts drohten die Stromanbieter insgesamt 6,3 Millionen Mal, den Strom zu kappen, wenn die Rechnungen nicht beglichen werden.

Stromanbieter haben gesetzlich die Möglichkeit die Energieversorgung zeitweise oder ganz einzustellen, um das Begleichen der Rechnungen quasi zu erpressen. Zuvor muss allerdings ein Mahnverfahren stattfinden. Nicht selten verhängen die Anbieter bereits nach der ersten Mahnung

Kräftige Preissteigerungen
Hauptgrund für die steigenden Stromsperren sind die immer höher ausfallenden Kosten. Seit 2002 haben sich die Kosten fast verdoppelt. Sinkende Ausgaben werden partout nicht an die Verbraucher weitergegeben. Das ist eine Folge der Privatisierung des Energiesektors. Bereits für 2016 haben zahlreiche Anbieter weitere Erhöhungen angekündigt. Durchschnittlich betragen diese 3 Prozent. Das bedeutet eine Erhöhung um etwa 40 Euro.

Wechseln noch vor Jahresende
Diese Preiserhöhungen werden noch in der kommenden Woche bekannt gegeben, weil dann dem Verbraucher genügend Zeit bleiben muss, sich einen neuen Versorger zu suchen. Der 20.11.2015 ist dabei der Stichtag. Erfahrungsgemäß teilen die Unternehmen erst auf dem letzten Drücker ihre Erhöhung für 2016 mit, damit die Zahl der Wechsler nicht zu hoch ausfällt. (sb)


Bild: SZ-Designs - fotolia

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